Erfolgreiche Meerespolitik fortsetzen

Die erfolgreiche Meerespolitik der Europäischen Union muss nach Auffassung der Landesregierung auch künftig fortgeführt werden können. Auf Initiative Schleswig-Holsteins werden die vier norddeutschen Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein einen gemeinsamen Antrag im Europaausschuss des Bundesrates stellen.

Ein Junge kniet am Strand und legt einen Kreis aus Seesternen © ec.europa.eu

"Die europäische Meerespolitik birgt große Chancen für ein nachhaltiges Wachstum der maritimen Wirtschaft und sichert gleichzeitig den Schutz der Meeresumwelt und ihrer Ressourcen. Wir setzen uns deshalb im Bundesrat für eine weitere Finanzierung entsprechender Projekte durch die EU ein", sagte Europa-Staatsekretär Heinz Maurus am 18. Oktober in Kiel.

Norden spricht mit einer Stimme

Auf Initiative Schleswig-Holsteins werden die vier norddeutschen Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein einen gemeinsamen Antrag im Europaausschuss des Bundesrates stellen. Der Bundesrat soll danach den Vorschlag der EU-Kommission unterstützen, mit 50 Millionen Euro bis 2013 Projekte für eine nachhaltige Nutzung der Meere sowie für den Schutz der Meeresumwelt weiterzuführen. Einer formellen Zustimmung zu dem Vorschlag bedarf es nicht.

Ein zukunftsfähiges Konzept

Eine runde Fotocollage, die mit blauen Strichen und Wellen die Weltkugel symbolisiert mit maritimen Fotos aus Schleswig-Holstein © Photocase

Mit dem gemeinsamen Antrag wollen die Nordländer verdeutlichen, dass die europäische Meerespolitik für ein zukunftsfähiges Konzept steht. "Die einzelnen Wirtschaftssektoren, wie beispielsweise Schiffbau, Umwelttechnologien oder Hinterlandanbindung, sind in den geförderten Maßnahmen eng miteinander vernetzt", so Maurus. Dieses Modell sichere nachhaltigen Schutz und eröffne neue Beschäftigungsperspektiven - nicht nur für die Küstenregionen.

Um diese integrierte europäische Meerespolitik fortzuführen, brauche es auch weiterhin europäische Fördermittel. In dem Antrag fordern sie deshalb die Bundesregierung auf, sich im Zusammenhang mit der mehrjährigen Finanzplanung der EU auch für entsprechende Mittel ab 2014 einzusetzen.

Weitere Informationen

Datei ist nicht barrierefrei Vorschlag der Kommission der Europäischen Gemeinschaften für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über ein Unterstüt-zungsprogramm zur Weiterentwicklung der integrierten Meerespolitik. SEK (2010) (PDF, 20 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Staatskanzlei: Europaabteilung - Europa- und Ostseepolitik

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