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Schaf-Virus: Weitere Infektionen

Bei vier weiteren Schafhaltungen in Schleswig-Holstein wurde eine Infektion mit dem Schmallenberg-Virus festgestellt. Das teilt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als Ergebnis neuer Laboranalysen am 27. Januar mit.

Zwei Schafe grasen auf einer grüne Koppel, im Hintergrund Wohnhäuser SchafeDie Tierkrankheit hat sich über Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen auch nach Schleswig-Holstein ausgebreitet M. Staudt / www.grafikfoto.de

Die Gesamtzahl der betroffenen Betriebe erhöht sich damit auf neun Schafe haltende Betriebe. Die Zahl der Verdachtsfälle liegt aktuell noch bei sechs; sieben Verdachtsfälle wurden labordiagnostisch nicht bestätigt.

Anzeigepflicht und finanzielle Hilfen

Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf hat das Bundes-landwirtschaftsministerium indes gebeten, sich zum Thema Schmallenberg-Virus für eine Anzeigepflicht in der EU sowie für finanzielle Hilfen für die betroffenen Betriebe einzusetzen.

Das Ministerium appelliert noch einmal an Tierhalter, sich im Verdachtsfall an ihr zuständiges Veterinäramt zu wenden, damit von dort die zur Untersuchung erforderlichen Schritte eingeleitet werden können.

Das Virus

Das Virus, das durch Mücken und Gnitzen übertragen wird, kann Rinder, Schafe und Ziegen befallen. Schäden in Form von Totgeburten oder Missbildungen können bei Tieren vor allem auftreten, wenn diese in einer bestimmten Phase der Trächtigkeit infiziert werden.

Für den Menschen ungefährlich

Für den Menschen besteht keine Infektionsgefahr, auch ist der Verzehr zum Beispiel von Lammfleisch unbedenklich.

Schafhaltung in Schleswig-Holstein

Es gibt in Schleswig-Holstein ca. 2.200 Schafhalter mit insgesamt ca. 320.000 Schafen.

Weitere Informationen

Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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