Neues Schulgesetz: Klare Schwerpunkte
Wahlrecht zwischen acht- und neunjährigem Bildungsgang an Gymnasien, Wegfall der prophylaktischen Prüfungen, inklusive Bildung, Stärkung der Schulsozialarbeit: Das neue schleswig-holsteinische Schulgesetz setzt klare Schwerpunkte. Das alles gilt seit Februar 2011.
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Gymnasien können also seit dem Schuljahr 2011/12 entscheiden, ob sie den verkürzten achtjährigen Bildungsgang (G8) oder den neunjährigen Bildungsgang (G9) anbieten wollen. Auch ein Nebeneinander beider Angebote ist möglich. Die Entscheidung darüber liegt bei der Schulleitung im Einvernehmen mit der Schulkonferenz und dem Schulträger. Können sich die Beteiligten nicht einigen, entscheidet das Bildungsministerium.
Haupt- und Realschulabschluss
Die "prophylaktischen" Prüfungen zum Haupt- und Realschulabschluss sind abgeschafft. Den Hauptschulabschluss erhalten Schülerinnen und Schüler jetzt ohne gesonderte Prüfung mit der Versetzung in die 10. Klasse eines Gymnasiums, der Gemeinschaftsschule oder des Bildungsgangs zum Erwerb des Realschulabschlusses an einer Regionalschule. Analog dazu wird der Realschulabschluss mit der Versetzung in die 11. Klasse am Gymnasium erworben.
Regional- und Gemeinschaftsschule
Um die Schularten Regional- und Gemeinschaftsschule später zusammenfassen zu können, erhalten beide Schularten erweiterte Möglichkeiten für die Unterrichtsgestaltung. Gemeinschaftschulen sind nicht mehr starr auf das Prinzip des so genannten binnendifferenzierten Unterrichts und damit des Unterrichts im Klassenverband festgelegt. Auch äußere Differenzierung ist nun möglich, das heißt, Unterricht "in nach Leistungsfähigkeit und Neigung der Schülerinnen und Schüler differenzierten Lerngruppen sowie in abschlussbezogenen Klassenverbänden."
Inklusive Bildung und Hochbegabte
Das neue Gesetz schreibt das Ziel der inklusiven Bildung verbindlich fest. Im Schulgesetz heißt es in §4 (Abs.11) "Zur Erreichung der Bildungs- und Erziehungsziele sind Schülerinnen und Schüler mit Behinderung besonders zu unterstützen. Das Ziel einer inklusiven Beschulung steht dabei im Vordergrund
."
Erstmals wurde zudem der Begriff "hochbegabte Schülerinnen und Schüler" aufgenommen.
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Bildungsportal: Schule
Bildungsportal: Schulgesetz
Bildungsministerium
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G8, G9 und Y: Eltern wollen es, die Landesregierung macht es
Die Landesregierung und ihr Bildungsminister nehmen den Elternwillen ernst: Als erstes Bundesland hat Schleswig-Holstein die Konsequenzen aus der übereilten Einführung der verkürzten Gymnasialzeit gezogen und die Möglichkeit der freien Wahl für die Gymnasien geschaffen: Sie können den neun- und achtjährigen gymnasialen Bildungsweg anbieten oder auch beide parallel (Y-Modell).
© S. Hofschlaeger/www. pixelio.de
Unaufgeregt und professionell nutzen heute Gymnasien in Schleswig-Holstein diese neuen Möglichkeiten. Sie widerlegen damit die Skeptiker in der Praxis, die ein Nebeneinander von G8- und G9-Angeboten für nicht machbar hielten.
Schleswig-Holstein macht Schule
71 Prozent der westdeutschen Bürger und bis zu 84 Prozent der Schleswig-Holsteiner hatten sich vor der Einführung der Wahloption für die Möglichkeit eines G9-Angebotes ausgesprochen. Der Weg Schleswig-Holsteins macht inzwischen auch in anderen Bundesländern Schule. Das Land steht an der Spitze einer Bewegung.
Bessere Bedingungen für G8
Parallel zur Wahlfreiheit wurden die Rahmenbedingungen für G8 verbessert. So stehen acht zusätzliche Intensivierungsstunden in der Sekundarstufe I zur Verfügung, zudem werden offene Ganztagsangebote an Gymnasien gefördert. Und um das Pensum besser auf die verkürzte Schulzeit abzustimmen, werden seit diesem Schuljahr Kern-Lehrpläne für die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik definiert.
Weniger Belastung, mehr Wahlmöglichkeiten
Weniger Belastung, mehr Wahlmöglichkeiten, flexiblere Gestaltung der Lerngruppen - die neue Profiloberstufe entlastet Schüler/innen und Lehrkräfte an mehreren Punkten: Das Unterrichtsvolumen in der gesamten Oberstufenzeit wurde von 102 auf 97 Stunden reduziert, die Zahl der Fächer in den Naturwissenschaften und in den Fremdsprachen wurde bei gleichzeitig erhöhter Stundenzahl reduziert. Vorher gab es in der Oberstufe zwei Naturwissenschaften und zwei Fremdsprachen jeweils zweistündig. An diese Stelle sind drei dreistündige Fächer - also zwei Naturwissenschaften und eine Fremdsprache oder ein naturwissenschaftliches Fach und zwei Fremdsprachen getreten. Und das Abitur kann nun auch mit vier Prüfungsfächern ablegen.
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Begabtenförderung: Erkennen, ermutigen, ermöglichen
Eine fortschrittliche Begabtenförderung
Die Begabtenförderung ist ein bildungspolitischer Schwerpunkt der Landesregierung. Deshalb wurde im neuen Schulgesetz der Anspruch auf eine begabungsgerechte Förderung verankert.
Hochbegabte Gymnasiasten im Physikunterricht
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Damit alle Kinder - auch die hochbegabten - zu ihrem Recht kommen, hat die Landesregierung die Mittel für diese Aufgabe von 217.000 Euro auf 400.000 Euro erhöht. So bilden Schulen und Kindertagesstätten mit der Unterstützung des Bildungsministeriums, des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und der Kieler Universität inzwischen ein effektives Netzwerk, das durch externe Partner wie die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) und die Karg-Stiftung ergänzt wird. Eltern können daher mit Beratungsangeboten unterstützt werden, und dank der unterschiedlichen Fortbildungsangebote werden immer mehr Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte geschult.
Frühkindliche Bildung
Die Angebote für die Begabungsförderung werden konsequenter als bisher in das Erziehungs- und Unterrichtsgeschehen in Kindertagesstätten und Schulen eingebunden. Ein Schritt auf diesem Weg ist die Entwicklung von "Kompetenzzentren" - Einrichtungen, die als Vorreiter bei der Begabungsförderung Konzepte entwickeln, die dann auch von anderen übernommen und angewendet werden können. Auch auf dem Feld der frühkindlichen Begabtenförderung geht Schleswig-Holstein neue Wege. In einem bundesweit einmaligen Projekt laufen seit dem Schuljahr 2010/11 an sechs ausgewählten Kindertagesstätten und Grundschulen eineinhalbjährige Qualifizierungsmaßnahmen zur Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen.
Stärken und Schwierigkeiten erkennen
Mit SHiB (Schleswig-Holstein inklusive Begabtenförderung) ist ein weiteres Projekt zur Verbesserung der Begabtenförderung innerhalb der Schule gestartet. Ziel ist es, ein Prädikat an die Schulen zu verleihen, die Begabte mit ihren Stärken und gegebenenfalls (Lern-) Schwierigkeiten im Unterricht erkennen, die Schülerinnen und Schüler ermutigen, ihre Begabungspotenziale zu entfalten und gegebenenfalls (Lern-) Schwierigkeiten zu überwinden und den Schülerinnen und Schülern eine ihren Fähigkeiten gemäße Lernbiografie ermöglichen.
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Bildungsportal: Begabtenförderung
Bildungsportal: Schule
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Schulsozialarbeit
Haushalts-Premiere: Geld vom Land
Von diesem Schuljahr an fördert die Landesregierung die Schulsozialarbeit. In diesem und im kommenden Jahr stehen insgesamt 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.
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"Wir wollen die Schulen in ihrer pädagogischen Arbeit stärken und sie bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages unterstützen
", betont der Bildungsminister. Vorrangig wird die Schulsozialarbeit an den Grundschulen gefördert. Die 2, 5 Millionen Euro verteilen sich auf 800.000 Euro im Jahr 2011 und 1,7 Millionen Euro 2012. Die einzelnen Schulämter erhalten daraus eine Summe, die sich nach der Zahl der Grundschülerinnen und Grundschüler in den jeweiligen Schulamtsbezirken bemisst.
Weites Spektrum
In welcher Form Schulsozialarbeit gefördert wird, entscheiden die Schulräte in Abstimmung mit den Schulträgern und den Trägern der Jugendhilfe. Das Spektrum reicht von der schülerbezogenen Einzelfallhilfe über die Fortbildung von Lehrkräften bis hin zur Elternarbeit.
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Frühkindliche Bildung: Eine gute Zukunft
Die frühkindliche Bildung hat für das Bildungsministerium höchste bildungspolitische Priorität und wurde gestärkt.
Das Land setzt den ungekürzten Ausbau der Krippenplätze mit 26 Millionen Euro 2011 und 28 Millionen Euro 2012 fort. Mit 10 Millionen Euro zusätzlich und insgesamt 70 Millionen Euro sichert die Landesregierung die Qualität der Kindertagesstättenarbeit, 6 Millionen Euro werden in die frühkindliche Sprachförderung investiert.
Die Förderung
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Die Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein werden mit 70 Millionen Euro Landesmitteln gefördert. Dieses Geld wird nach einheitlichen und transparenten Kriterien an die Kreise und kreisfreien Städte verteilt: Die Verteilung der 60 Millionen Euro richtet sich nach der Zahl der betreuten Kinder, 10 Millionen Euro sind ein Aufschlag für Betreuungszeiten von mehr als fünf Stunden sowie für Kinder aus Elternhäusern, in denen kaum deutsch gesprochen wird. Die Kreise und kreisfreien Städte verteilen die vom Land zugewiesenen Gelder in eigener Verantwortung.
Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Schleswig-Holstein verbessert stetig das Angebot an Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten, der Anteil ist von 13 Prozent im Jahr 2007 auf 18,4 Prozent im Jahr 2010 gesteigert worden. Das Land fördert seit 2011 nicht nur längere Betreuungszeiten mit höheren Betriebskostenzuschüssen, sondern gezielt auch Kindertagesstätten, die sich besonders um Kinder mit Migrationshintergrund kümmern. Damit unterstützt das Land sowohl die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf als auch die Qualitätsverbesserung der frühkindlichen Bildung. Erfreulich ist, dass in Schleswig-Holstein mehr Kinder mit Migrationshintergrund ganztägige Kita-Angebote nutzen (27,7 Prozent) als Kinder ohne Migrationshintergrund (16,6 Prozent).
Betreuungsquote steigt überdurchschnittlich
Die Betreuung der Kinder unter drei Jahren konnte innerhalb eines Jahres von 14,5 Prozent (2009) auf 18,2 Prozent (2010) gesteigert werden. Damit hat Schleswig-Holstein bundesweit den zweithöchsten Zuwachs bei der Betreuungsquote zu verzeichnen und liegt erstmals über dem Durchschnitt der westlichen Bundesländer (17,4 Prozent).
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Bildungsportal: Frühkindliche Bildung
Bildungsministerium
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Unterrichtssituation: In allen Schularten wird mehr Unterricht erteilt
Die Unterrichtssituation in Schleswig-Holstein zeigt für das Schuljahr 2010/11 über alle Schularten hinweg bessere Zahlen als im Vorjahr.
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In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Lehrerstellen auf Rekordhöhe angewachsen, während sich der Schülerrückgang fortsetzte. Parallel ist die Pflichtstundenzahl für Lehrkräfte an Gymnasien und berufsbildenden Schulen angehoben worden - alles dies hat die Unterrichtssituation verbessert.
Die Zahlen
Im Schuljahr 2010/11 wurden 400.600 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen unterrichtet, das sind 6.400 weniger als im Vorjahr 2009/10. Über die vergangenen Jahre betrachtet ist es gelungen, den Unterrichtsausfall deutlich zu reduzieren. Bei den Schülerinnen und Schülern kommt immer mehr Unterricht an: Die Zahl der erteilten Unterrichtsstunden ist an den allgemein bildenden Schulen vom Schuljahr 2009/10 (306.652 Schülerinnen und Schüler bei 436.778 Unterrichtsstunden) bis zum Schuljahr 2010/11 (300.936 Schülerinnen und Schüler bei 444.297 Stunden) gestiegen.
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Bildungsportal: Schule
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Inklusion: Spitzen-Quoten in der Schule
Mehr als die Hälfte der Kinder in Schleswig-Holstein, die behindert oder von Behinderung bedroht sind, wird in Regelschulen unterrichtet.
© Susann G./www.pixelio.de
Im Schuljahr 2010/11 nehmen 53,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf am Unterricht in den öffentlichen allgemeinbildenden Schulen Schleswig-Holsteins teil. Im bundesweiten Vergleich werden durchschnittlich 20 Prozent dieser Schülerinnen und Schüler an Regelschulen unterrichtet.
Was ist inklusive Bildung?
Inklusive Schule oder Bildung heißt, dass alle Kinder unabhängig von ihren körperlichen oder geistigen Behinderungen sowie ihrer sozialen und ethnischen Herkunft gemeinsam in einer Regelschule unterrichtet werden. Das ist ein Schritt mehr als eine integrative Beschulung.
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Bildungsportal: Inklusion
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Ganztagsangebot: Jede zweite Schule macht Angebot
Die Landesregierung fördert den Ganztagsschulbetrieb. In Schleswig-Holstein macht schon jede zweite Schule ihren Schülerinnen und Schülern Angebote am Nachmittag in einer Ganztagsschule. Schon die Hälfte der Schulen im Land sind im Schuljahr 2011/12 entweder eine offene (446 Schulen) oder eine gebundene (33) Ganztagsschule.
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Das Land beteiligt sich an den Betriebskosten der Offenen Ganztagsschulen. Die Serviceagentur Ganztägig lernen unterstützt die Schulen bei ihrem Weg zur "Offenen Ganztagsschule". Sie arbeitet beispielsweise mit Referenzschulen zusammen, die anderen Schulen Impulse und Tipps geben können.
Offene Ganztagsschule
Die Offene Ganztagsschule ermöglicht ein differenziertes Bildungs- und Erziehungsangebot, das sich am Bedarf der Kinder und der Eltern orientiert. Sie zeichnet sich sowohl durch schulische Veranstaltungen aus, die ergänzend zum planmäßigen Unterricht angeboten werden, als auch durch das Prinzip der freiwilligen Teilnahme. Die Schule öffnet sich für außerschulische Kooperationspartner und die örtliche Jugendhilfe. Alle diese Angebote werden unter dem Dach der Schule organisatorisch zusammengefasst. Die Schule wird zu einem ganztägig geöffneten Haus des Lebens und des Lernens.
Gebundene Ganztagsschulen
Ergänzend zu den älteren 23 gebundenen Ganztagsschulen hat Schleswig-Holstein zehn neue gebundene Ganztagsschulen eingerichtet. An den Betriebskosten beteiligt sich das Land mit jährlich 350 Euro pro Klasse und Stunde.
Der Ganztagsbetrieb gilt für die jeweils neu aufgenommenen Klassen und wächst dann jahrgangsweise auf. Diese Schulen haben montags bis donnerstags ein achtstündiges und freitags ein fünfstündiges Angebot. Mit Ausnahme des Mittagessens ist das Angebot für die Schülerinnen und Schüler kostenfrei, im Unterschied zur Offenen Ganztagsschule allerdings verbindlich. Die Schulen erhalten sechs Lehrerwochenstunden pro Klasse für zusätzliche Angebote (unter anderem Förderunterricht), für die Organisation des Ganztagsbetriebes gibt es weitere zwei Lehrerwochenstunden je Schule. Neue gebundene Ganztagsschulen haben einen Rahmen von 37 Zeitstunden pro Woche.
Weitere Informationen:
Bildungsportal: Ganzttagsschulen
Bildungsministerium
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Kulturförderung: Vitale Kulturlandschaft erhalten, keine weiteren Kürzungen
Kulturminister Dr. Ekkehard Klug fördert den Dialog mit Kulturverantwortlichen und Kulturschaffenden im Land. Er hat zwei Kulturkonferenzen veranstaltet, auf denen Experten über die Zukunft der Kulturförderung in Schleswig-Holstein diskutierten und sich.
Barockgarten Gottorf
©Michael Staudt/grafikfoto.de
Klug fordert und fördert ein gemeinsames Bündnis von Land und Kommunen für Kunst und Kultur. Betont wird, dass es weitere Kürzungen beim Kulturetat nicht geben darf, denn ein weiteres Absinken würde die kulturelle Substanz gefährden. Die Förderung von Kunst und Kultur will er als eine Kernaufgabe des Landes und der Kommunen sichern. Motto: Es braucht ein breit getragenes, gemeinsames Verständnis über die zukünftigen Aufgaben der öffentlichen Hand.
Die fünf kulturpolitischen Thesen des Kulturministers:
- Die Konzentration auf das Wesentliche - verbunden mit mehrjähriger Planungssicherheit von Seiten des Landes
- Stärkung des kreativen Potenzials
- Das engere Zusammenwirken von Kultur und Bildung
- Das Schmieden von Allianzen für die Kultur
- verbunden mit einer belastbaren Verantwortungsgemeinschaft von Land und Kommunen
Weitere Informationen:
Kulturportal
Bildungsministerium
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Der Lehrer-Online-Stellenmarkt: Schluss mit der Umstandskrämerei
Schleswig-Holstein hat ein neues Einstellungsverfahren für Lehrkräfte - den Online-Stellenmarkt Schule gestartet. Wer an einer Schule unterrichten möchte, kann ab sofort online nach Stellenangeboten suchen und sich ebenfalls auch online bewerben.
Direkter Ansprechpartner sind die Schulen, die auch die Auswahlgespräche führen und ihre Besetzungsentscheidung treffen. Das Land kann so in einem immer enger werdenden Lehrermarkt und in Konkurrenz zu anderen Bundesländern besser bestehen. Das Online-Einstellungsverfahren macht Schluss mit der bisherigen zentralen und umständlichen Bewerbungspraxis, die nicht mehr zeitgemäß war. So kann das Ministerium effektiver, flexibler und schneller auf die Bedürfnisse der Bewerber und der Schulen reagieren. Das stärkt die Wettbewerbsfähigkeit.
Stellensuche ohne Grenzen
Der neue Service bringt viele Vorteile: Lehrerinnen und Lehrer haben ab sofort die Möglichkeit, sich jederzeit und von überall im Internet über freie Stellen zu informieren. Und sie können online ihre Bewerbung erstellen und den Stand ihres Bewerbungsverfahrens verfolgen.
Passgenaue Ausschreibung
Die Schulen erhalten mehr Gestaltungsspielraum und Eigeninitiative. Sie können ihre freien Stellen "schulgenau" ausschreiben und damit die besonderen Anforderungen an die gesuchten Lehrkräfte einbringen - das gilt auch für die Standortvorteile der Schule. Auch die Personalauswahl treffen weitestgehend die Schulen.
Über den Online -Stellenmarkt erfolgen alle Bewerbungen zum Einstellungstermin 1. August 2011/12. In einem weiteren Schritt soll auch die Vergabe der Stellen für den Vorbereitungsdienst sowie die Besetzung von Funktions- und Abordnungsstellen online möglich sein.
Wettbewerb um gute Lehrer
Der Online-Stellenmarkt Schule war vom ersten Tag an erfolgreich. und greift genau an der richtigen Stelle: Er erhöht die Chancen des Landes im Wettbewerb um gute Lehrerinnen und Lehrer für schleswig-holsteinische Schulen. Die Quote der Nicht-Schleswig-Holsteiner bei den Online-Einstellungen liegt bei nahezu 50 Prozent.
Weitere Informationen:

Bildungsministerium
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