G8, G9 und Y: Eltern wollen es, die Landesregierung macht es
Die Landesregierung und ihr Bildungsminister nehmen den Elternwillen ernst: Als erstes Bundesland hat Schleswig-Holstein die Konsequenzen aus der übereilten Einführung der verkürzten Gymnasialzeit gezogen und die Möglichkeit der freien Wahl für die Gymnasien geschaffen: Sie können den neun- und achtjährigen gymnasialen Bildungsweg anbieten oder auch beide parallel (Y-Modell).
© S. Hofschlaeger/www. pixelio.de
Unaufgeregt und professionell nutzen heute Gymnasien in Schleswig-Holstein diese neuen Möglichkeiten. Sie widerlegen damit die Skeptiker in der Praxis, die ein Nebeneinander von G8- und G9-Angeboten für nicht machbar hielten.
Schleswig-Holstein macht Schule
71 Prozent der westdeutschen Bürger und bis zu 84 Prozent der Schleswig-Holsteiner hatten sich vor der Einführung der Wahloption für die Möglichkeit eines G9-Angebotes ausgesprochen. Der Weg Schleswig-Holsteins macht inzwischen auch in anderen Bundesländern Schule. Das Land steht an der Spitze einer Bewegung.
Bessere Bedingungen für G8
Parallel zur Wahlfreiheit wurden die Rahmenbedingungen für G8 verbessert. So stehen acht zusätzliche Intensivierungsstunden in der Sekundarstufe I zur Verfügung, zudem werden offene Ganztagsangebote an Gymnasien gefördert. Und um das Pensum besser auf die verkürzte Schulzeit abzustimmen, werden seit diesem Schuljahr Kern-Lehrpläne für die Hauptfächer Deutsch, Englisch und Mathematik definiert.
Weniger Belastung, mehr Wahlmöglichkeiten
Weniger Belastung, mehr Wahlmöglichkeiten, flexiblere Gestaltung der Lerngruppen - die neue Profiloberstufe entlastet Schüler/innen und Lehrkräfte an mehreren Punkten: Das Unterrichtsvolumen in der gesamten Oberstufenzeit wurde von 102 auf 97 Stunden reduziert, die Zahl der Fächer in den Naturwissenschaften und in den Fremdsprachen wurde bei gleichzeitig erhöhter Stundenzahl reduziert. Vorher gab es in der Oberstufe zwei Naturwissenschaften und zwei Fremdsprachen jeweils zweistündig. An diese Stelle sind drei dreistündige Fächer - also zwei Naturwissenschaften und eine Fremdsprache oder ein naturwissenschaftliches Fach und zwei Fremdsprachen getreten. Und das Abitur kann nun auch mit vier Prüfungsfächern ablegen.
Weitere Informationen:
Bildungsportal: Schule
Bildungsportal: Schulgesetz
Bildungsministerium
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