Zusammenarbeit mit Dänemark
Schleswig-Holsteins Zusammenarbeit mit der Region Süddänemark soll in den kommenden Jahren auf ganz Dänemark ausdehnt werden.
© Per Palmkvist Knudsen/www.pixelio.de
In dieser Kooperation liegen viele Zukunftschancen: Dänemark ist bereits jetzt Schleswig-Holsteins wichtigster ausländischer politischer und wirtschaftlicher Partner im Ostseeraum. So wurden im Jahr 2009 Waren für knapp 1,31 Milliarden Euro nach Dänemark exportiert. Das entspricht einem Gesamtanteil an den schleswig-holsteinischen Exporten von 8,7 Prozent. Umgekehrt kamen 2009 rund 14,3 Prozent der schleswig-holsteinischen Einfuhren aus Dänemark.
Auch der grenzüberschreitende Verkehr ist groß: Täglich kreuzen rund 6.000 Lkw die Grenze auf der Jütlandroute, täglich pendeln rund 10.000 Schleswig-Holsteiner nach Süddänemark zur Arbeit. Die geplante Dänemarkstrategie stellt daher einen zentralen europapolitischen Schwerpunkt der Landesregierung dar. Ziel der Dänemark-Strategie sind mehr Wachstum und Beschäftigung auf beiden Seiten der Grenze.
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die folgenden Arbeitsbereiche:
- Verkehrsinfrastruktur für die Jütland- und die Fehmarnroute
- Grenzüberschreitender Arbeitsmarkt und Sprachkompetenz
- Gesundheit, Gesundheitswirtschaft
- Tourismus
- Ernährungswirtschaft
- Wissenschaft und Forschung
- EU-Förderstrukturen
Die Eckpunkte der Dänemark-Strategie wurden Ende 2010 im Kabinett vorgestellt. Zahlreiche Akteure in Dänemark und Deutschland wurden daraufhin im Rahmen des Beteiligungsverfahrens angeschrieben. Es gab rund 80 Stellungnahmen, unter anderen von der dänischen Regierung, der Bundesregierung, den dänischen Regionen, den Kreisen und Städten, die zurzeit intensiv ausgewertet werden. Ein Beschluss im Kabinett ist noch in diesem Jahr geplant.
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