Wirtschaftsstandort
Schleswig-Holstein - ein verläßlicher Standort. Rückgrat des Wirtschaftslandes Schleswig-Holstein ist der Mittelstand: Rund 99 Prozent der Unternehmen - mehr als im bundesweiten Durchschnitt - sind kleine und mittlere Betriebe mit weniger als 250 Beschäftigten.
Tankschiff im Kieler Hafen vor der Werft HDW
© Reinhard Warnecke
Der mittelständisch geprägten Wirtsschaftsstruktur ist es zu verdanken, dass die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise Schleswig-Holstein nicht noch härter getroffen hat.
2010 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze wieder leicht gestiegen.
Wichtige Zukunftsbranchen sind in Schleswig-Holstein besonders stark vertreten: Dazu gehören die Medizintechnik, die maritime Wirtschaft, die Ernährungswirtschaft, die Informations- und Kommunikationstechnologie, der Maschinenbau, erneuerbare Energien und die Gesundheitswirtschaft mit ihren enormen Potenzialen. Diese Stärken werden konsequent gefördert und ausgebaut, vor allem über leistungsfähige Netzwerke zwischen Unternehmen, Hochschulen und auch den Förderinstitutionen des Landes.
Erwerbstätige
In Schleswig-Holstein sind 2010 rund 6.100 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Dies entspricht einem Beschäftigungszuwachs von 0,5 Prozent gegenüber 2009. Insgesamt waren im Durchschnitt 1.282.000 Menschen im Land erwerbstätig.
Erwerbstätige nach Branchen| Branche | Zahl der Erwerbstätigen |
|---|
| Öffentliche und private Dienstleister | 442.500 |
| Handel, Gastgewerbe und Verkehr | 362.400 |
| Produzierendes Gewerbe ohne Bau | 170.400 |
| Unternehmensdienstleister, Finanzierung, Vermietung | 194.300 |
| Baugewerbe | 71.200 |
| Land- und Forstwirtschaft | 41.000 |
Quelle: Statistikamt Nord
Arbeitslose
Im Jahr 2010 waren durchschnittlich rund 3.200 Menschen weniger arbeitslos als im Vorjahr. Mit 7,0 Prozent war die Arbeitslosigkeit im August 2011 niedriger als in den meisten anderen Bundesländern, der beste Wert für Schleswig-Holstein seit 16 Jahren.
Unternehmerland Schleswig-Holstein
Schon seit Jahren gehört Schleswig-Holstein bundesweit zur Spitzengruppe bei den Betriebsgründungen und bei der Selbstständigenquote. Im Jahr 2010 konnten mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungsgesellschaften des Landes und der Kreise 154 Unternehmen neu in Schleswig-Holstein angesiedelt werden, die zur Schaffung von insgesamt 2.105 Arbeitsplätzen beigetragen haben. Auch die Ansiedlung ausländischer Unternehmen ist mehr als erfreulich. 14 Unternehmen aus der ganzen Welt haben sich für Schleswig-Holstein als neuen Standort entschieden.
Dienstleistungen
Der Sektor Dienstleistungen ist mit Abstand der stärkste des Landes. Sein Anteil an der Bruttowertschöpfung liegt mit 77,5 Prozent deutlich über dem Bundesschnitt. Die Bruttowertschöpfung beträgt 52,6 Milliarden Euro. Den größten Beitrag steuert der Bereich Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleistungen mit 20,85 Milliarden Euro bei.
Verarbeitendes Gewerbe
Der Gesamtumsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag im Jahr 2010 bei mehr als 31,6 Milliarden Euro und die Bruttowertschöpfung bei 10,28 Milliarden Euro. Größte Arbeitgeber waren und den größten Umsatz erzielten die Wirtschaftszweige Nahrungsmittel und Futterindustrie sowie Maschinenbau.
Landwirtschaft und Fischerei
In Schleswig-Holstein tragen in der Landwirtschaft 14.100 Betriebe und in der Fischerei 1.200 Haupt- und Nebenerwerbsfischer zur Bruttowertschöpfung bei.
Außenhandel
Trotz weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrise ist die schleswig-holsteinische Exportwirtschaft ein wichtiger Faktor für die gesamtwirtschaftliche Leistung des Landes. Größte Handelspartner sind nach wie vor die Mitglieder der Europäischen Union sowie China auf der Import- und Exportseite.
Ausfuhr im Jahr 2010| Zielgebiet | Mio. Euro |
|---|
| Europa | 13.220 |
| Europäische Union | 11.620 |
| Asien | 2.617 |
| Amerika | 1.899 |
| Afrika | 373 |
| Australien/Ozeanien | 229 |
Einfuhr im Jahr 2010| Zielgebiet | Mio. Euro |
|---|
| Europa | 14.122 |
| Europäische Union | 13.005 |
| Asien | 4.575 |
| Amerika | 1.346 |
| Afrika | 132 |
| Australien/Ozeanien | 55 |