Kreis Stormarn
Wie es ein Kreis schafft, der wirtschaftsstärkste im Land zu sein und gleichzeitig viele Touristen anzuziehen, erfahren Sie hier.
Schloss Ahrensburg
© Sybille Daden / www.schleswig-holstein.de
Der schleswig-holsteinische Kreis Stormarn gehört zu den zehn wirtschaftsstärksten der 323 deutschen Kreise. Zwischen Hamburg und Lübeck gelegen, ist er nicht nur Wohnort vieler Pendler in die beiden Großstädte. Er hat es auch geschafft, selbst eine wachsende Zahl von Gewerbebetrieben anzuziehen und damit viele neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Basis dafür legte der Kreis 1957 mit der Gründung der „Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn“. Sie ist nicht nur die älteste noch bestehende Wirtschaftsförderungsgesellschaft in Deutschland, sie hat in den über 50 Jahren ihres Bestehens auch 1.700 Unternehmen und 53.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Seit 1991 ist der Kreis zudem Mitglied in der Metropolregion Hamburg. Das weltweit führende Gesundheitsunternehmen "Glaxo Wellcome GmbH&Co." (Odo, Dr. Best, Abtei), die Meierei Trittau als Erfinderin der „Längerfrischen Milch“, die Brennerei des "Oldesloer Korn" und der international bekannter Hersteller von Filz- und Faserschreibern "Edding" – sie alle sind im Kreis beheimatet. Immer wieder betreten Stormarner neue Wege. So erforscht das Institut für ökologischen Landbau (OEL) in Trenthorst erfolgreich die ökologische Tierhaltung.
© Olaf Hingst, Ahrensburg
Heimat der „Biene Maja“
Stormarn ist nicht nur ein wirtschaftlich gut erschlossenes Gebiet. Es ist auch landschaftlich schön. Mehr als die Hälfte des Kreises stehen unter Landschaftsschutz. Die zum Teil touristisch erschlossenen Naturschutzgebiete locken viele Besucher und Urlauber an. In der Hahnheide liegt die mit 125 Metern über dem Meeresspiegel höchstgelegene Aussichtsplattform in Schleswig-Holstein. Immerhin 26 Meter hoch ist der Hahnheider Turm und bietet bei gutem Wetter einen Blick bis zu den Kirchtürmen Hamburgs und Lübecks. Durch Stormarn läuft auch Europas längster Obst- und Gehölzlehrpfad. Auf der ehemaligen Kleinbahnstrecke zwischen Elmshorn und Bad Oldesloe, heute ein Radwanderweg, können die Früchte von über 160 Obstbäumen probiert werden. Vielleicht war es die Landschaft Stormarns, die Waldemar Bonsel zu seinen Kindermärchen rund um die „Biene Maja“ inspirierte. Er lebte in Ahrensburg. Dort ist noch heute eine Straße nach ihm benannt.
Schlaglichter der Geschichte
Eine Vielzahl von Museen, Theatern und Kulturzentren bieten Kulturliebhabern ein großes Angebot. Die Schlösser Reinbek und Ahrensburg, sowie eine Reihe von alten Stadtkernen und über 20 schöne Herrenhäuser zeugen von einer langen und reichen Geschichte. In einem der ältesten Herrenhäuser ist seit 1951 das Kloster Nütschau untergebracht. Noch weiter zurück in die Vergangenheit gehen die Reste des Sachsenwalls, den Kaiser Karl der Große um 810 erbauen ließ. Das Stormarner Wappen mit seinem angriffslustigen Schwan gilt als eines der ältesten Kreiswappen in Deutschland. Es wurde erstmals 1476 im Siegel Johanns von Dänemark nachgewiesen.
Seit 1943 sitzt die Kreisverwaltung in Bad Oldesloe. Frauen machen sich schon früh stark in der Politik in Stormarn. 1951 wählt der Kreistag Erika Keck zur Kreispräsidentin: Sie ist die erste Frau in diesem Amt in Schleswig-Holstein. Auch 1998 ging Stormarn dem Land voran. Er wählte als erster Kreis seinen Landrat in einer Direktwahl.
Kontakt
Kreis Stormarn
Mommsenstraße 13
23843 Bad Oldesloe
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Telefax: 04531 84734
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