Kreis Dithmarschen
Dithmarschen ist Deutschlands Kohlkreis, aber die frühere Bauernrepublik hat mehr zu bieten als Gemüse und schönste Nordseeküste.
Ein Traumschiff in den Schleusen in Brunsbüttel
Stadt Brunsbüttel / Sievers
Wasser umgibt Dithmarschen von allen Seiten: Im Norden die Eider, im Osten der Nord-Ostsee-Kanal, im Süden die Elbe und im Westen die Nordsee. Vielleicht liegt es an dieser besonderen Lage, dass die Dithmarscher schon immer stolz waren auf ihre Unabhängigkeit. Im 12. und 13. Jahrhundert vertrieben die großen Bauerngeschlechter die adlige Obrigkeit aus dem Land. Deswegen finden sich in Dithmarschen keine Gutshäuser oder Schlösser, wie sie sonst große Teile Schleswig-Holsteins prägen. Nachdem die Bauernrepublik 1559 einem Fürstenheer unterlag, teilten der dänische König und die Herzöge von Holstein das Land unter sich auf. Doch auch unter der fürstlichen Verwaltung konnten die Dithmarscher sich einen großen Teil ihrer Selbständigkeit erhalten. Seit der Kreisreform von 1970 bilden Norder- und Süderdithmarschen wieder eine regionale Einheit: den Kreis Dithmarschen. Er wird von Heide aus verwaltet.
Der Nord-Ostsee-Kanal:
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Weites Land
Junger Seehund in der Seehundstation Friedrichskoog. Foto: Seehundstation Friedrichskoog
"Dithmarschen besteht zu 97 Prozent aus Himmel", schrieb die deutsche Schriftstellerin Sarah Kirsch, die den Kreis zu ihrer Heimat gewählt hat. Es ist diese Landschaft, die unendliche Weite, das Meer, die Deiche und Strände, die Dithmarschen zu einem Touristenmagneten macht. Über Jahrhunderte trotzten die Menschen dem Meer Land ab - fast die Hälfte des heutigen Kreisgebietes. Das flache Marschland lädt heute zu langen Fahrradtouren ein, zum Beispiel auf dem Nordseeküstenradweg. Von den Naturgewalten zeugt auch bei gutem Wetter das mächtige Eidersperrwerk, das die Menschen vor Sturmfluten schützt. Dithmarschens Küste gehört zum Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Mehr als 250 Arten von Klein- und Kleinstlebewesen kommen ausschließlich in dieser einzigartigen Landschaft vor. Besondere Publikumslieblinge sind die Seehunde, die sich nicht nur auf den Sandbänken, sondern auch in der Seehundstation Friedrichskoog gut beobachten lassen.
Sarah Kirsch:
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Nordsee-Radweg:
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Nationalpark Wattenmeer:
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Seehundstation Friedrichskoog:
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Größtes Kohlanbaugebiet Deutschlands
Volksfest Dithmarscher Kohltage
Dithmarscher Kohltage
Bekannt ist Dithmarschen in ganz Deutschland inzwischen vor allem für ein regionales Produkt, den Kohl, der hier auf Europas größtem Anbaugebiet gedeiht. Die "Dithmarscher Kohltage" im Herbst sind ein Ereignis für ganz Norddeutschland. Ihre Landwirtschaft verbinden die Dithmarscher übrigens geschickt mit sanftem Tourismus. Und Familienurlaub auf dem Bauernhof wird bei gestressten Städtern immer beliebter. Auf Kultur müssen sie dabei nicht verzichten. Für Abwechslung sorgen zum Beispiel der Museumshafen in Büsum, das Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf, das Klaus-Groth-Museum in Heide und das Archäologisch-Ökologische Zentrum Albersdorf. Auch Studierende finden hier attraktive Ausbildungsstätten. Seit 1993 ist Heide Sitz der Fachhochschule Westküste. Sie ist die jüngste Fachhochschule im Land. Büsum beheimatet nicht nur die Fischereiflotte der Nordseeküste, sondern auch das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste. Das Zentrum wurde 1988 als zentrale Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zur Küstenforschung gegründet.
Dithmarscher Kohltage:
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Fachhochschule Westküste:
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Forschungs- und Technologiezentrum Westküste:
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Das Wappen des Kreises Dithmarschen
Kreis Dithmarschen
Wachstumsfaktor Energiewirtschaft
Dithmarschens Süden ist geprägt von der Chemie-Industrie und arbeitet eng mit der Metropolregion Hamburg zusammen - zum Beispiel Brunsbüttel. Die Schleusenstadt am Schnittpunkt von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal hat einen der umsatzstärksten Häfen Deutschlands. Sie ist ein wichtiger Brückenkopf für die Handelsbeziehungen zu Skandinavien und den Ostseeanrainern. Brunsbüttel ist zudem für sein Kraftwerk, seine Sondermüllverbrennungsanlage und als Partner der "ChemCoast" bekannt. Doch nicht Industrieschlote, sondern Windkraftanlagen bestimmen das Bild Dithmarschens. 1987 wurde hier Deutschlands erster Windpark in Betrieb genommen. Die Erzeugung regenerativer Energien ist heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Chem Coast Brunsbüttel:
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Erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein:
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Kontakt
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Stettiner Straße 30
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Fax.: 0481 97-1499
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