Pflege in Schleswig-Holstein

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Der Weg von Ehepaar B.

Begleiten Sie das Ehepaar B. auf dem Weg von der Notfallsituation zur sicheren Unterstützung. (Quelle: Monkey Business - Fotolia)

Herr B. ist 78 Jahre alt, seine Frau 80. Sie leben gemeinsam in einer Erdgeschosswohnung am Stadtrand. Ab und zu kommt ihre Tochter sie besuchen, die im Nachbarort lebt und arbeitet.
Mit den Nachbarn pflegt das Ehepaar freundschaftlichen Kontakt. Häufig halten sie einen Plausch, wenn Herr B. seine Frau im Rollstuhl spazieren fährt. Frau B. hat Pflegestufe I. Ihr Mann pflegt sie liebevoll und die beiden kommen gut zurecht. Bis Herr B. eines Morgens im Bad stürzt und nicht mehr aufstehen kann.
Alarmiert von den Hilferufen, versucht der Nachbar zu helfen. Doch er hat keinen Schlüssel zur Wohnung. Über die Telefonauskunft findet er die Telefonnummer der Tochter heraus und ruft sie an. Zum Glück ist die Tochter noch nicht zur Arbeit gefahren und kann sofort kommen. Nachbar und Tochter finden Herrn B. im Bad und Frau B. im Bett. Sie konnte ihrem Mann nicht helfen. Die Tochter ruft die 112 an und der Rettungsdienst transportiert Herrn B. ins Krankenhaus. Diagnose: gebrochene Hüfte. Herr B. muss operiert werden und für einige Wochen im Krankenhaus bleiben. – Doch wer soll sich solange um seine Frau kümmern?

Folgende Schritte sind das Ehepaar B. und die Tochter gegangen, damit Frau B. gut versorgt ist:

  • Die Tochter ruft ihren Arbeitgeber an und lässt sich zwei Tage von der Arbeit befreien, um eine Pflege für ihre Mutter zu organisieren. Rechtlich möglich wären bis zu zehn Arbeitstage.
  • In diesen Tagen organisiert sie einen ambulanten Pflegedienst, der sich für die nächste Zeit um die Mutter kümmert. Da Herr B. seine Frau schon länger als ein halbes Jahr zu Hause gepflegt hat, zahlt die Pflegekasse eine notwendige Ersatzpflege (Verhinderungspflege).
  • Frau B. möchte auf keinen Fall weg von zu Hause, auch wenn es nur für kurze Zeit ist. Obwohl es ihrer Freundin neulich gut gefallen hat, als diese zur Kurzzeitpflege in eine Pflegeeinrichtung gegangen ist.
  • Die Tochter gibt dem Nachbarn ihre Telefonnummer und einen Schlüssel zur Wohnung des Ehepaars. – Für den Notfall! Zusätzlich lässt sie in Absprache mit ihren Eltern einen Hausnotruf installieren.

Treffen Sie Vorkehrungen für den Notfall wie in der Geschichte vom Ehepaar B. und ihrer Tochter!
Sie können zum Beispiel vorsorglich einen Ersatzschlüssel und die Telefonnummer eines Angehörigen bei Nachbarn hinterlegen. Das kann auch eine gegenseitige Hilfe sein, indem Sie im Gegenzug einen Schlüssel der Nachbarn aufbewahren.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihr Leben zu Hause alterstauglich und sicherer gestalten können. Lesen Sie dafür den „Weg von Herrn W.“ oder stöbern Sie im Menüpunkt „Leben zu Hause“.

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