Initiativen für den Wissenschaftsstandort

Die Wissenschaftspolitik in Schleswig-Holstein zur nachhaltigen Stärkung des Wissensstandortes.

Ein Kernstück der Zukunftspolitik für Schleswig-Holstein ist die nachhaltige Stärkung des Wissensstandortes. Mit der neuen Landesregierung wurden im April 2005 - bisher einmalig in Deutschland - die Ressorts Wissenschaft und Wirtschaft in einem Ministerium gebündelt. Und das aus gutem Grund: Denn der wichtigste Rohstoff in Schleswig-Holstein heißt Innovation.

Über die Förderprogramme Schleswig-Holstein-Fonds und das Zukunftsprogramm Wirtschaft werden daher wissenschaftliche Spitzenprojekte wie unter anderem die zwei Exzellenzcluster, zur Entzündungsforschung und zur Zukunft des Meeres gefördert. Das Engagement wurde bereits belohnt: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat im Oktober 2006 für das Meeresforschungsprojekt rund 39 Millionen Euro bewilligt.

In der zweiten Antragsrunde im Oktober 2007 kann Schleswig-Holstein weitere Erfolge verbuchen: Für das Exzellenzcluster zur Entzündungsforschung an Grenzflächen erhalten die Universitäten Kiel und Lübeck sowie das Forschungszentrum Borstel 35 Millionen Euro aus Mitteln der Exzellenz-Initiative. Beide schleswig-holsteinischen Exzellenzcluster wurden bei ihren Vorbereitungsarbeiten mit insgesamt 1,5 Mio. Euro aus dem Schleswig-Holstein Fonds der Landesregierung unterstützt, um Ausgangslage und Chancen im Wettbewerb zu verbessern.
Neben den Exzellenzclustern sind auch die Graduiertenschulen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel „Human Development in Landscapes“ und der Universität zu Lübeck „Computing in Medicine and Life Science“ mit ihrer Bewerbung um die Aufnahme in die Exzellenz-Förderung erfolgreich gewesen. Die beiden Projekte erhalten je fünf Millionen Euro bis zum Jahre 2011.

Um in allen Wissenschaftsbereichen die Ausgründung von Unternehmen aus Hochschulen zu fördern, wurde ein großzügiger Seed- und StartUp-Fonds aufgelegt: Bis 2010 stehen 20 Mio. Euro zur Verfügung, damit aus Wissenschaftlern auch Unternehmer werden - damit Wissen neue Wertschöpfung bringt.

Zudem stehen einige Finanzierungsprogramme für Hochschulen, für Verbundprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie für betriebliche Innovationen zur Verfügung.

Und schließlich werden die Hochschulen im Land durch ein neues Hochschulgesetz in die Lage versetzt, noch effektiver und selbständiger zu arbeiten und vor allem noch enger mit der Wirtschaft zu kooperieren.

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