Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in der Förderperiode 2000-2006
Schleswig-Holstein profitiert bereits seit vielen Jahren von den europäischen Strukturfonds. Sie zielen darauf ab, die Unterschiede im Lebensstandard zwischen den Regionen und zwischen den Menschen zu verringern sowie den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in Europa zu fördern.
Die Europäische Union (EU) setzt die Mittel aus den europäischen Strukturfonds nicht selbst in den Mitgliedstaaten ein, sondern als Kofinanzierung entsprechender regionaler Programme zugunsten der förderfähigen Gebiete.
Im Förderzeitraum 2000-2006 hat die EU Fördermittel in Höhe von rund 269,6 Mio. Euro für das schleswig-holsteinische Ziel 2-Gebiet zur Verfügung gestellt. Davon stammen 231,5 Mio. Euro (rund 86 %) aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), die unter dem Dach des Regionalprogramms 2000 abgewickelt werden und 38,1 Mio. Euro (14 %) aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), die unter dem Dach des Programms Arbeit für Schleswig-Holstein umgesetzt werden.
Einen Überblick über das Regionalprogramm 2000 bietet die Broschüre "Gemeinsam handeln - zusammenwachsen" - sie kann rechts heruntergeladen werden.
In der Förderperiode 2007-2013 fließen EFRE-Mittel in Höhe von rund 374 Mio. Euro in das Nachfolgeprogramm „Zukunftsprogramm Wirtschaft“.
Das Ziel 2 der Europäischen Strukturfonds hat in der Förderperiode 2000-2006 die wirtschaftliche und soziale Umstellung der Gebiete mit Strukturproblemen finanziert und unterstützt, zum Beispiel:
- Gebiete, die sich an den Wandel in Industrie und Dienstleistungssektor anpassen
- ländliche Gebiete mit rückläufiger Entwicklung
- Ballungsräume mit besonderen Schwierigkeiten
- wirtschaftlich benachteiligte Gebiete, die besonders stark von der Fischerei abhängen.
Karte der Ziel 2-Gebietskulisse und des Phasing-out-Gebietes für Schleswig-Holstein (PDF, 22 KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Unter dem Dach des Regionalprogramms hat der EFRE in der Förderperiode 2000-2006 dazu beigetragen, Wachstum, Innovation und Beschäftigung in den strukturschwachen Regionen Schleswig-Holsteins zu fördern und die regionalen wirtschaftlichen Potenziale zu stärken.
Nicht nur klassische Infrastrukturprojekte (wie beispielsweise Industrieansiedlungen, Strandpromenaden, Hafenanlagen und Technologieparks) wurden gefördert. Ebenfalls unterstützt wurden Ideen, die das technologische Potenzial, die Innovationskraft und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken oder die Menschen in ihrer beruflichen Bildung voranbringen.
Im Rahmen des Ziel 2-Programms Schleswig-Holstein wurden bis Ende 2007 aus dem EFRE ca. 420 Projekte der wirtschaftsnahen Infrastruktur und der technischen Hilfe sowie der gewerblichen Wirtschaft gefördert.
Darüber hinaus wurde ein Risikokapitalfonds aufgelegt mit dem Ziel, die Eigenkapitalsituation von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Existenzgründern zu verstärken und zu verbessern.
Die Finanzierung des Regionalprogramm 2000 endet zum 31.12.2008.
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