Cluster Maritime Wirtschaft
Die maritime Wirtschaft ist ein breit aufgestelltes Wachstumsfeld. Der Schiffbau bildet den Kern der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein. Weitere Segmente der maritimen Wirtschaft sind Schifffahrt, Häfen und Nord-Ostsee-Kanal, Boots- und Yachtbau, Maritime Ausrüstung und Schiffbauzulieferer, Tourismus, Wassersport und Kreuzfahrten. Daneben werden Offshore- und Unterwassertechnologien, Meeres- und Naturstoffforschung, Fischerei und Marikultur sowie Hydrographie, Wasserbau und maritime Dienstleistungen zu dem Bereich gezählt. Zahlreiche Querschnittstechnologien tragen zur Wertschöpfung bei: So erfassen maritime Forschung und Entwicklung auch die Informations- und Kommunikationstechnologien, Sicherheitstechnologien, Umwelttechnologien, Energietechnologien, neue Materialien sowie optische Technologien.
Die maritime Wirtschaft in Schleswig-Holstein beschäftigt in ihren mehr als 1.800 Unternehmen etwa 50.000 Beschäftigte und erzielte 2006 einen Umsatz von rund 8,8 Milliarden Euro.
Schiffbau
Der Schiffbau in Schleswig-Holstein ist eine High-Tech-Industrie - auf Augenhöhe mit der Luft- und Raumfahrtindustrie. Die Werften in Schleswig-Holstein haben sich teilweise bereits frühzeitig auf Nischenprodukte spezialisiert und verfügen deshalb über einen Anpassungsvorsprung gegenüber auf Serienfertigung ausgerichteten Mitbewerbern. Gerade für den Schiffbau bieten sich weitere Zukunftschancen durch die Bereiche Offshore und Windenergie.
Die fünf Küstenländer sind in Grün hervorgehoben - Grafik zum Großklicken. Quelle: VDMA, Grafik : MWV
Die maritime Zulieferindustrie hat für die Wertschöpfung und Beschäftigung bereits eine größere Bedeutung als der Schiffbau selbst. Der wertmäßige Anteil dieser Industrie an einem Schiffsneubau liegt bei über 70 Prozent. Die Schiffbauindustrie ist der mit Abstand größte Abnehmer der maritimen Zulieferprodukte. Gemessen an dem Umsatz nach Bundesländern zählt Schleswig-Holstein zu den führenden Ländern. Die deutsche Schiffbau-Zulieferindustrie steht im weltweiten Vergleich beim Export weiterhin an erster Stelle.
Forschung und Entwicklung für Schifffahrt, Schiffbau und Meerestechnik sind Schlüsselaktivitäten für die Zukunft der maritimen Wirtschaft. Die Bundes- und Landesregierung fördern Forschung und Entwicklung sowie schiffbauliche Innovationen und versetzen die Werften zum Beispiel im Bereich des Spezialschiffbaus in die Lage, ihre industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und sich in spezifischen Marksegmenten positiv zu entwickeln.
Der jährlich steigende Bedarf an hochqualifizierten Beschäftigten führt auch in der Schiffbau- und Zulieferbranche zu einer wachsenden Nachfrage unter anderem nach Ingenieuren, Facharbeitern sowie Mitarbeitern des Managements. Die maritime Wirtschaft bietet dabei auch in Schleswig-Holstein eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem interessanten Aufgabenbereich.
Netzwerke und Initiativen in Schleswig-Holstein
Landesinitiative Zukunft Meer
Die Landesregierung stärkt mit der Landesinitiative Forschung, Technologie und Meeresschutz mit strategischen Planungen, Aktionen und Förderungen. Sie dient einer transparenten Vernetzung der unterschiedlichen politischen Zuständigkeiten rund um das Meer.
www.zukunft-meer.schleswig-holstein.de
Maritimes Cluster
Schleswig-Holstein hat im März 2007 einen mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelten Masterplan Maritime Technologien vorgelegt. Nach diesem Konzept sollen Forschung und Entwicklung auf Basis methodischer Erhebungen und Dialoge vorangetrieben werden.
Mit Hilfe des schleswig-holsteinischen Maritimen Koordinators, Prof. Herzig, Direktor des Leibniz Instituts für Meeresforschung IFM-GEOMAR, und des landesweiten Clustermanagements Maritime Wirtschaft bei der WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH - werden die Empfehlungen der Experten aufgenommen, Konzepte besser am Bedarf des Marktes ausgerichtet und neue, systemorientierte Projekte generiert.
www.maritimes-cluster.de
Kompetenzzentrum für marine Aquakultur Schleswig-Holstein
Mit dem Kompetenzzentrum „Marine Aquakultur“ wurde ein landesweites Netzwerk zur Bearbeitung von biologischen, technologischen und ökonomischen Fragestellungen in der Aquakultur geschaffen. Das langfristige strategische Ziel für die Aquakulturforschung in Schleswig-Holstein stellt die Optimierung von Kreislaufsystemen dar, die ökologisch und ökonomisch nachhaltig funktionieren.
Partner im Kompetenzzentrum sind:
- die Gesellschaft für marine Aquakultur Büsum ( www.gma-buesum.de)
- das IFM-GEOMAR Kiel ( www.ifm-geomar.de)
- die Christian-Albrechtsuniversität zu Kiel ( www.uni-kiel.de) und
- die Fachhochschule Flensburg ( www.fh-flensburg.de).
www.gma-buesum.de
Kieler Wirkstoffzentrum
Zentrale Aufgaben des Kieler Wirkstoffzentrums (KiWiZ) sind die Erforschung und die Entwicklung von Wirkstoffen aus marinen Mikroorganismen zur Anwendung in der Human- und Tiermedizin, im Pflanzenschutz, in der Kosmetik und für Ergänzungsstoffe von Nahrungsmitteln.
www.kiwiz.org
nach oben