Abschlussveranstaltung eRegion Schleswig-Holstein PLUS

Von Plattfischen, Blog-Netzwerken für Gehörlose und prima Sicht auf See bei Nebel

150 Projektpartner und andere Interessierte trafen sich am 15. Mai 2008 im Kieler Wissenschaftszentrum zur Abschlussveranstaltung des Programms eRegion Schleswig-Holstein PLUS und nutzten die Gelegenheit für Netzwerkarbeit. In einer Kleinmesse konnten sich alle vor Ort über die Ergebnisse einzelner Projekte informieren, so auch über die digitale Vermessung von Plattfischen in Aquakulturen, Europas erstes Blog-Netzwerk in Gebärdensprache und ein Fernglas, das mit digitalen Seekarten arbeitet und eine verbesserte Sicht und Standortbestimmung ermöglicht. In den Jahren 2006 und 2007 wurden 46 Projeke rund um die Themen Wissenstransfer und Informationsgesellschaft mit rund 6,6 Mio. € angeschoben. Fördermittel für das Programm haben die Europäische Union, das Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein und die Innovationsstiftung Schleswig-Holstein bereit gestellt.

Dirk Dohse vom Institut für Weltwirtschaft ging in seinem Vortrag auf die Gründungsintensität von High-Tech-Unternehmen in Deutschland ein. Während München und Hamburg Rang 1 und 2 einnehmen, liegt die erfolgreichste Region Schleswig-Holsteins (Ost) auf Platz 16 von insgesamt 97 Regionen. Die Förderung von Forschung und Entwicklung ist ein Schlüssel für Innovationen und die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen. Zurzeit fließen 1.09 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von Schleswig-Holstein in die Forschung und Entwicklung, im Bundesdurchschnitt sind es 2,52 Prozent, die "Lissabon Strategie" fordert mindestens 3 Prozent. Schleswig-Holstein will hier seinen Anteil weiter steigern, so Bernd Roß, zuständig für Technologiepolitik und Technologietransfer im Wirtschaftsministerium. Der Wissenstransfer und die stärkere Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft waren Themen der Podiumsdiskussion. Neben Transparenz betonte Martin Kruse, Geschäftsführer der IHK zu Kiel, die Klarheit bei der Ansprache und Zuverlässlichkeit bei der Abwicklung von Projekten. Hier könne in der Praxis noch viel optimiert werden, erklärte er.




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