MINT-Initiative

Die Deckung des Fachkräftebedarfs ist eine strukturelle Herausforderung für Schleswig-Holstein. Eine Initiative gegen den Nachwuchskräftemangel in den so genannten MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik hilft gegenzusteuern.

Erste Projekte gegen den drohenden MINT-Nachwuchsmangel wurden gemeinsam mit Vertretern aus Hochschulen, Wirtschaft und des Wissenschaftsministeriums auf den Weg gebracht:

1. E-learning-Projekt Mathematik

Defizite in Mathematik werden bei Schulabgängern bzw. Studienanfängern häufig als Schlüsselproblem für einen mangelnden Zugang zu den MINT-Fächern identifiziert. Mit dem E-learning-Projekt Mathematik sollen solche Schwächen in diesem zentralen Grundlagenfach frühzeitig beseitigt werden.

Konkret zugeschnitten auf einzelne Veranstaltungen wird es für Mathe-Grundlagen-Vorlesungen Übungen geben, die jeder Student online lösen muss. Studenten erhalten damit bessere Lerneffekte und Eigenkontrollmöglichkeiten. Auf diese Weise wird außerdem das Kursieren von Lösungen bei Massen-Aufgaben vermieden. Schafft ein Student die Aufgaben nicht, bleibt er in einer „Schleife“, um durch wiederholtes Üben zum Erfolg zu kommen.
Ein weiterer Ansatz des Projektes ist das Angebot von „Schnupperzugängen“. Studieninteressierte können hierbei ihre Kenntnisse und Grenzen testen.
Eine teilweise Öffnung für Schulen im späteren Projektverlauf ist vorgesehen.

Das Projekt wird federführend geleitet von Prof. Dr. Prestin, Universität zu Lübeck, unter Mitwirkung von Prof. Dr. Litz, Fachhochschule Lübeck. Das Wissenschaftsministerium fördert das Projekt im Zeitraum 2008-2011 mit 240.000 €.

Weitere Informationen unter folgendem Link der Universität zu Lübeck:
http://www.math.mu-luebeck.de/mitarbeiter/dencker/E-Learning/EL_SoSe09.html

2. Projekt „startIng!“ - in Vorbereitung

Ein zweiter Ansatz stellt die Orientierung von Schulabsolventen beim Übergang von den Schulen an die Hochschulen sowie eine möglichst frühzeitige Orientierung im Studium dar. Geeignete Bewerberinnen und Bewerber sollen mit Eignungs- und Neigungstests sowie Selbsteinschätzungsmechanismen („self-assessment“) für ein Ingenieur-Studium interessiert und motiviert werden.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen einer Projektwoche im ersten Semester: Studierende erhalten in Kleingruppen einen praktischen Ingenieurauftrag, der abgearbeitet werden muss. (Beispiel: Entwicklung von Schneeräummechanismen auf Flachdächern). Die Projektwoche endet mit einer Abschlusspräsentation, in der die unterschiedlichen Ergebnisse fachlich diskutiert und vertreten werden.

Mit Hilfe des Projektes können die Studierenden nach wenigen Wochen bewerten, ob das gewählte Studium für sie das Richtige ist („self-assessment“). Es erfolgt ein frühzeitiges, intensives Erlangen von fachlichen und methodischen Kenntnissen und es entstehen schon früh Kontakte der Studierenden zu Wirtschaft und beruflicher Praxis.

Das Projekt wird federführend von Prof. Dr. Weychardt, Fachhochschule Kiel, unter Mitwirkung von Prof. Dr. Litz, Fachhochschule Lübeck, durchgeführt - es baut auf einem ähnlichen Projekt auf.
Weitere Informationen über das Vorläuferprojekt unter:
http://www.fh-kiel.de/index.php?id=4553



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