A7 - sechsstreifiger Ausbau
Zukunftsweisende Stärkung der wichtigsten Nord-Süd-Achse
in Schleswig-Holstein
Die Bundesautobahn A 7 ist die längste Autobahn in Deutschland und eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung zwischen Skandinavien und Zentraleuropa. Sie muss deshalb als leistungsfähige und attraktive Verkehrsverbindung erhalten und ausgebaut werden. Mit dem Ausbau, zwischen dem Autobahndreieck Bordesholm und dem Elbtunnel in Hamburg von vier auf sechs bzw. acht Fahrstreifen, wird die A 7 in Schleswig-Holstein und Hamburg an die wachsenden Verkehrsmengen angepasst.
Grafik zum Ausbau der A 7 - zum Vergrößern und Herunterladen siehe rechte Spalte
Der Ausbau der A 7 vom Bordesholmer Dreieck bis südlich des Autobahndreiecks Hamburg-Nordwest gehört zu den Projekten des vordringlichen Bedarfs (VB) im Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2003). Für den rund 65 Kilometer langen Autobahnabschnitt wird ein privatwirtschaftliches Betreibermodell in Form eines so genannten ÖPP- Projektes (Öffentliche Private Partnerschaft) angestrebt. Ende Januar 2008 hat das Bundesverkehrsministerium die Bundesautobahn A 7 in die Projektliste der zweiten Staffel der ÖPP-Projekte aufgenommen. Eine erste Realisierungsstudie belegte die wirtschaftliche Machbarkeit im Bereich des Autobahndreiecks Bordesholm und Hamburg. Zurzeit laufen weitere Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen, welche die Vorteile eines Konzessionsmodells gegenüber einer konventionellen Realisierung stützen sollen.
Das Betreibermodell - Verfügbarkeitsmodell
Bei dem so genannten Verfügbarkeitsmodell werden der Ausbau des fünften und sechsten Fahrstreifens sowie die Erhaltung und der Betrieb aller Fahrstreifen von einem privaten Auftragnehmer (Investor) übernommen und finanziert. Als Gegenleistung erhält der Auftragnehmer eine leistungsabhängige Vergütung – je nach zeitlicher Verfügbarkeit der Strecke und Ausführungsqualität bei Erhalt und Betrieb. Voraussetzung für eine Umsetzung als ÖPP-Projekt ist die Vorlage wirtschaftlicher Angebote. Nach Ablauf der Konzessionslaufzeit von rund 30 Jahren wird die Autobahn vom Auftragnehmer an die öffentliche Hand zurückgegeben.
DEGES mit Planung beauftragt
Um die zeitnahe Realisierung der Maßnahme sicherzustellen haben der Bund, die Freie und Hansestadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein beschlossen, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) mit der Planung des Autobahnausbaus zu beauftragen. Damit werden die Erfahrungen der DEGES im Fernstraßenbau und insbesondere in der Durchführung der angestrebten Konzessionsvergabe für das A-Modell genutzt.
Die Bauvorbereitung des Ausbaus der A 7 und die Abwicklung des Konzessionsvertrages wurden im Oktober 2008 vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) an die DEGES übertragen.
Sechs Abschnitte
Die Entwurfsplanung zum Ausbau A 7 in Schleswig-Holstein erfolgte in sechs Abschnitten und ist abgeschlossen. Für den ersten Abschnitt zwischen dem Bordesholmer Dreieck und der Anschlussstelle Neumünster-Nord liegt bereits ein bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss vor. Für den weiteren Bereich von der Anschlussstelle Neumünster-Nord bis zur Landesgrenze Schleswig-Holstein / Hamburg laufen die Planfeststellungsverfahren. Diese sollen nunmehr in der zweiten Jahreshälfte 2012 abgeschlossen werden. Nach einer Präqualifikation als Teil des Vergabeverfahrens (Start Ende 2011) soll Mitte 2012 die Angebotsphase für das Verfügbarkeitsmodell eingeleitet werden. Demzufolge ist ein Vertragsabschluss und damit der „Startschuss“ für das ÖPP-Projekt voraussichtlich noch im Jahr 2013 möglich. Als Bauzeit sind bislang vier Jahre angesetzt.
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