Meere verantwortlich nutzen

„Damit fördern wir unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit die wirtschaftliche Entwicklung und die gleichzeitige Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen.“

FischerbootZiel ist es unter anderem, die nachhaltige und umweltgerechte Fischerei- und Aquakulturwirtschaft zu fördern. Foto: Vanselow

Beispiel: „Zukunftsprogramm Fischerei“ und Aquakultur

Das schleswig-holsteinische „Zukunftsprogramm Fischerei“ ist in das deutsche „Operationelle Programm europäischer Fischereifonds – Förderperiode 2007-2013“ eingebettet. Ziel des schleswig-holsteinischen Programms ist es unter anderem, die nachhaltige und umweltgerechte Fischerei- und Aquakulturwirtschaft zu fördern. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Fischereisektor soll gleichzeitig gestärkt, der Schutz der aquatischen Umwelt und Ressourcen verbessert und die Lebensqualität in Fischereigebieten gesteigert werden. Dem Fischereisektor stehen dafür bis 2013 insgesamt rund 16 Mio. Euro EU-Mittel aus dem Europäischen Fischereifonds (EFF) und in gleicher Höhe nationale öffentliche Mittel (Bund, Land, Kommunen) zur Verfügung. Das Zukunftsprogramm Fischerei ist in erster Linie ein Investitionsprogramm für die Wirtschaftsbeteiligten des Sektors. Es können zudem innovative Projekte der angewandten Forschung gefördert werden.

Derzeit befinden sich zwei Projekte in der konkreten Planung: In einem von der Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) beantragten Projekt geht es um den Ersatz von Fischmehl/-öl durch Rapsproteine, in einem anderen Projekt, getragen von den Verbänden der Krabbenfischer und Ostseefischer zusammen mit der Fachhochschule Kiel, um eine Energieeinsparung auf Fischereifahrzeugen.
Im Bereich der Aquakultur wird durch das Verbundprojekt der GMA Büsum mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der Fachhochschule Flensburg und dem IFM-GEOMAR sowie weiteren Wissenschaftlern aus ganz Deutschland ein völlig neuer interdisziplinärer Forschungsansatz umgesetzt und das Nationale Kompetenzzentrum Marine Aquakultur errichtet.
Das 4,7 Mio. Euro teure Gebäude neben dem Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde Anfang 2009 fertig gestellt und hat den Betrieb aufgenommen.

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