Elisabeth Mann-Borgese

Meereswissenschaftlerin, Botschafterin der Meere
Geb.: 24.4.1918, gest. 08.02.2002

Elisabeth Mann-Borgese Elisabeth Mann-BorgeseElisabeth Mann-Borgese © AP

Nach dem Motto "wir müssen die Ozeane retten, wenn wir uns selbst retten wollen", gründete Elisabeth-Mann-Borgese 1972 auf Malta das "International Ocean Institute", das heute weltweit an 20 Orten (in Deutschland in Bremen) vertreten ist. In diesem Netzwerk werden ökologische, ökonomische wie auch rechtliche Fragen diskutiert. Das Institut und Elisabeth-Mann-Borgese haben maßgeblich an der 1982 beschlossenen UN-Seerechtskonvention mitgearbeitet. In Deutschland wurde diese erst 1994 ratifiziert.

International Ocean Institute

Konferenzen des International Ocean Institute finden auch heute noch unter dem Titel "pacem in maribus" auf Malta statt. Wo immer sie konnte, hat sie sich für die Idee einer effektiven Kommunikation über die Meere stark gemacht. Als erste und lange Zeit einzige Frau im "Club of Rome" hat sie auf die Bedrohung des Ökosystems Meer aufmerksam gemacht.

Ihrem Engagement ist es maßgeblich zu verdanken, dass im heutigen Seerecht die Meere als Gemeinerbe der Menschheit angesehen werden und dass im August 1996 der Internationale Seegerichtshof in Hamburg seine Arbeit aufgenommen hat. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen dazu auf der Pressekonferenz am 14. Juli 2006 in Kiel: "Elisabeth Mann Borgese hat ihr Leben lang so viel für den Schutz der Meere getan und erreicht, dass dieser Preis zu Recht ihren Namen trägt. Nikolaus Gelpke aus Kiel, der Geschäftsführer des Mare-Verlages in Hamburg, hatte einen sehr engen Kontakt zu ihr. Seinem Engagement verdanken wir, dass wir unseren Meerespreis nach ihr benennen dürfen. Das ist für unser Land eine große Auszeichnung und Ehre!"

Internationaler Seegerichtshof

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"Meerespreis Schleswig-Holstein"

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