Breitbandtechnologien
DSL (Digital Subscriber Line/ Digitale Teilnehmeranschlussleitung)
DSL nutzt für die Datenübertragung die bestehenden Telefonleitungen. Da die Sprachübertragung die zur Verfügung stehende Bandbreite nicht ausnutzt, können durch Aufsplittung in unterschiedliche Kanäle für Daten- und Sprachinformationen bislang unbelegte, höhere Frequenzen für eine schnelle Übertragung genutzt werden. Verschiedene DSL-Varianten unterscheiden sich in der Geschwindigkeit der Datenübertragung (üblich: DSL 1000 – DSL 16.000). Überregional (so genannter „Backbone“) werden Glasfaserleitungen genutzt, auf der so genannten „letzten Meile“ von der Vermittlungsstelle in den Haushalt Kupferleitungen. Ist die „letzte Meile“ länger als 4-5 km, ist durch die Dämpfungseigenschaften des Kupferkabels kein DSL-Anschluss mehr möglich. Neben der Deutschen Telekom bieten auch andere Anbieter (z.B. Arcor, Versatel, 1&1, Freenet) DSL-Anschlüsse und nutzen dabei vollständig (so genannte „Reseller“) oder teilweise die Infrastruktur der Telekom.
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Glasfasertechnologie
Die Glasfaserrtechnologie codiert die Daten als Lichtsignale und sendet in optischen Leitungen. Die Übertragungsrate ist hoch und verlustarm (kaum Dämpfungseffekte). Zurzeit wird Glasfaser vorrangig für die Datenfernübertragung genutzt (Backbone). Eine direkte Anbindung von Endkunden an das Glasfasernetz ist bislang erst in wenigen Orten realisiert. Zunehmend zum Einsatz kommen aber Mischlösungen, in denen das Glasfasernetz dichter an die Haushalte herangeführt wird und nur noch die Reststrecke mit Kupferkabel überwunden wird. Dies ermöglicht höhere Übertragungsraten auch in ländlichen Räumen, bedingt aber einen höheren Investitionsaufwand.
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Satellit
Beim Zugang über Satellit werden die Daten über eine Satellitenantenne empfangen. Das Senden (Rückkanal) erfolgt entweder über die Telefonleitung/Mobilfunk oder seit kurzem ebenfalls über den Satelliten (Zwei-Wege-Systeme). Die Satellitentechnik ist praktisch überall verfügbar, weist aber systembedingte Nachteile auf (u.a. Zeitverzögerungen durch die Signallaufzeit von und zum Satelliten). Zudem sind die Kosten meist höher als bei anderen Technologien. Bekannte Anbieter der Zwei-Wege-Technologie sind Filiago, StarDSL, yato und die Deutsche Telekom.
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Stromkabel (Powerline-Technologie)
Der Zugang zum Internet erfolgt über das vorhandene Stromnetz. Die Datenübertragung mit Powerline benötigt im Unterschied zur Übertragung von Elektrizität höhere Trägerfrequenzen. Daher wird auf die niederfrequente Stromleitung ein hochfrequenter Datenkanal aufmoduliert. Diese Technologie kommt bislang aufgrund der in der Vergangenheit aufgetretenen Störungen noch selten zum Einsatz. Größter Anbieter in Deutschland ist POWER PLUS COMMUNICATIONS.
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TV-Kabel (Kabelnetz)
Das TV-Kabel war ursprünglich ausschließlich für den Empfang von Fernseh- und Radioprogrammen vorgesehen. Mit dem Ausbau des Rückkanals (Senden von Signalen) wird das TV-Kabel internetfähig gemacht. Dies wird zunehmend in den vorhandenen Kabelnetzen realisiert, selten an neuen Standorten. Hauptanbieter in Schleswig-Holstein ist Kabel Deutschland.
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UMTS (Universal Mobile Telecommunications System)
UMTS ermöglicht Handys oder anderen entsprechend ausgestatteten Endgeräten den Zugang zum Internet (mobil oder von einem festen Standort, z.B. einem PC). Diese Technologie weist allerdings zurzeit noch relativ niedrige Übertragungsraten auf. Eine Weiterentwicklung mit höheren Übertragungsraten stellen die Technologien HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) dar. UMTS-Technologien sind derzeit vor allem in Ballungsräumen und großen Städten verfügbar. Anbieter sind die 4 Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 sowie die auf deren Netzen agierenden Dienstleister.
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WLAN (Wireless Local Area Networks)
WLAN ist ein Funknetzwerk im nicht lizensierten Bereich (meist bei 2,4 GHz), das lokal über kürzere Strecken den Zugang zum Internet ermöglicht. Die WiMAX-Technologie (Worldwide Interoperability for Microwave Access) ist eine technologische Weiterentwicklung von WLAN (weniger störanfällig, größere Reichweiten und Bandbreiten). In Deutschland sind drei bundesweite Lizenzen für WiMAX im Frequenzbereich 3,4 – 3,6 GHz an dien Firmen Deutsche Breitbanddienste, Inquam und Clearwire vergeben worden.
Hinweis: In der Regel liegen bei privaten Kunden die Übertragungsgeschwindigkeiten für das Senden von Daten (Upload) niedriger als die für das Empfangen von Daten (Download)
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