Zur Empfehlung von Femarn A/S für den Bauhafen Rødby

Die Betonelemente für den geplanten Ostsee-Tunnel unter dem Fehmarnbelt sollen im dänischen Rødby gefertigt werden

Diese Empfehlung übergab die Planungsgesellschaft Femern A/S am Donnerstag in Rødby Dänemarks Transportminister Hans Christian Schmidt. Um den Auftrag hatten sich insgesamt mehr als 20 Städte - auch aus Schleswig-Holstein - beworben.

Zu der Entscheidung der dänischen Regierung, an Rödby den Zuschlag für einen Produktionshafen für den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung zu erteilen, erklärt Wirtschafts- und Verkehrsminister Jost de Jager:

Der dänische Verkehrsminister Hans-Christian Schmidt hat mich vorab in sehr partnerschaftlicher Weise über die Entscheidung von Femern A/S unterrichtet. Natürlich ist es bedauerlich, dass es keinen Produktionshafen in Schleswig-Holstein gibt. Aber die Begründung aus dänischer Sicht, sich auf einen Hafen zu konzentrieren, ist mit Blick auf die zugrundeliegenden technischen und betriebswirtschaftlichen plausibel. Auch die Tatsache, dass die vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung auch den Produktionshafen umfasst, hat eine große Rolle dabei gespielt, sich auf einen Hafen zu beschränken.

Ich gehe trotz den Zuschlags für Rödby davon aus, dass dieser dänische Produktionshafen auch enorme Ausstrahlungs-Effekte auf die Belt-Region insgesamt und damit auch auf Schleswig-Holstein haben wird. Darüber hinaus steht außer Frage, dass sich das noch zu bestimmende Baukonsortium auch stark auf den Hafen in Puttgarden stützen wird. Zur Wahrheit gehört in diesem Zusammenhang natürlich auch, dass die Insel Fehmarn sich selbst nie für einen Produktionshafen ins Spiel gebracht hat. 

Ich appelliere an alle Standorte und Unternehmen in Schleswig-Holstein, sich auch weiterhin darum zu bemühen, an dem Millardenprojekt zu partizipieren. Denn die heutige Entscheidung sagt nur etwas über den Produktionsort aus, aber nichts darüber, wo Spezial-Elemente für den geplanten Tunnel gefertigt, zwischengelagert oder zugeliefert werden. 

Im Interview mit RSH sagte de Jager:

de Jager zur Entscheidung Dänemarks, Rödby zum Produktionshafen zu machen by Wimipresse



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