Neue Zentralendoskopie in Lübeck fertiggestellt
Das Land stellte dafür rund 4,8 Millionen Euro bereit
Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde am 5. August der Schlüssel für die neue Zentralendoskopie an das UK S-H (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein) in Lübeck übergeben.
Einer der 11 neuen Behandlungsräume. © tönies, schroeter, jansen freie Architekten GmBH
Die neue Zentralendoskopie erstreckt sich über 890 Quadratmeter im ersten Stock des Zentralklinikums und umfasst die Endoskopieabteilungen von Chirurgie und Innerer Medizin in der "Interdisziplinären Endoskopie". Insgesamt 4,83 Millionen Euro stellte das Land Schleswig-Holstein dafür bereit.
Moderne Räume entsprechen klinischen Anforderungen
"Die modernen Räume entsprechen den klinischen Anforderungen des einzigen Maximalversorgers im Land, der das gesamte Spektrum der endoskopischen Gastroenterologie und Pneumologie hervorragend abdeckt
", lobte Wissenschaftsstaatssekretärin Cordelia Andreßen.
Ergebnis ist mehr als Summe seiner Teile
Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden des UK S-H, Prof. Dr. Jens Scholz, sei insgesamt durch die interdisziplinäre Zusammenführung der endoskopischen Fächer gleichzeitig ein medizinisches Ganzes entstanden, das mehr ist als die Summe seiner Teile. "Für den Patienten ergibt sich nicht nur mehr Komfort durch architektonische Gestaltung sondern mehr klinische Sicherheit durch die unmittelbare Anwesenheit von Experten unterschiedlicher Disziplinen
", sagte Scholz.
11 Behandlungsräume und 1 Aufwachraum
"Wir freuen uns, dem UK S-H heute elf Behandlungsräume und einen Aufwachraum übergeben zu können. Es ist uns gelungen, zwischen dem Reinigungsraum für die Endoskope und den Untersuchungsräumen kurze Wege zu gewährleisten
", sagte Walter Hansen, Geschäftsbereichsleiter Landesbau der GMSH (Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR), die für diese Baumaßnahme zuständig ist. Während der Bauarbeiten habe man darauf geachtet, den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. "Aus unserer Sicht ist besonders zu begrüßen, dass der Großteil der Bauaufträge an schleswig-holsteinische Firmen vergeben werden konnte
", ergänzte Andreßen.
Hintergrundinformation
Die Zusammenfassung der Endoskopie ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Kompetenzzentrum für Kinderkrankheiten, genannt „Kinderfächer unter einem Dach“, im Zentralklinikum des UK S-H. Durch die Zusammenlegung werden Flächen frei, die anderweitig genutzt werden können. Die neue Zentralendoskopie ist der dritte von insgesamt vier Bausteinen für das Kompetenzzentrum für Kinderkrankheiten im Zentralklinikum des UK S-H. 2007 wurde Haus 9 zur Station für Kinder- und Jugendpsychosomatik und Psychotherapie umgebaut. 2008 wurden die Kindernotaufnahme und die Pflegestation erneuert. Zudem werden neue kinderchirurgische OPs geplant.
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