Schritt für Schritt näher an Kiel: de Jager und Ferlemann
setzen Spatenstich für Abschnitt Stolpe und Nettelsee
Erscheinungsdatum:
02.02.2012
Die Autobahn 21 rückt ein weiteres Stück näher an Kiel heran: Gemeinsam mit dem parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, setzte Landesverkehrsminister Jost de Jager am 2. Februar den ersten Spatenstich für den weiteren Ausbau der Bundesstraße 404 zur A 21 zwischen Stolpe und Nettelsee.
Damit wird zugleich auch der Startschuss für die Verlegung der Landesstraße 49 bei Nettelsee gegeben – dem mittlerweile zweiten Projekt aus dem Landesverkehrswegeplan. Eine Klage gegen die Verlegung der L 49 hat das Oberverwaltungsgericht Schleswig vor wenigen Tagen zurückgewiesen.
Nord-Süd-Magristale
„Der Lückenschluss der A 21 gehört zu den wichtigsten Verkehrsinfrastrukturprojekten in Schleswig-Holstein“, sagte de Jager. Die Autobahn sei eine der wichtigsten Nord-Süd-Magistralen des Landes und zugleich die Hinterlandanbindung der Häfen der Landeshauptstadt Kiel als Tor nach Skandinavien und in den baltischen Raum.
Beim Spatenstich sagte der Minister:
Sechs Kilometer langer Abschnitt
Wie de Jager weiter sagte, liegen besondere technische Herausforderungen bei dem 51,4 Millionen Euro teuren Bauabschnitt unter anderem in der Sanierung des Baugrundes. So muss etwa der in bis zu zehn Metern Tiefe liegende organische Boden gegen tragfähigen Boden ausgetauscht werden. Insgesamt werden auf dem sechs Kilometer langen Abschnitt zudem zwölf Brücken, 1.120 Meter Lärmschutzwälle, 65 Meter Lärmschutzwände und eine Rastanlage mit einem WC-Gebäude errichtet.
Fertigstellung Ende 2017
Zusätzlich zu dem heute beginnenden Bau einer 50 Meter breiten Wild-Unterführung sowie zwei Meter hohen Wänden als Überflughilfe für Fledermäuse sind viele weiter umfangreiche Kompensationsmaßnahmen als Ausgleich für die Eingriffe in Natur und Landschaft vorgesehen. Der Gesamtabschnitt zwischen Solpe und Nettelsee soll Ende 2017 fertig sein.
Mit einigen Vorarbeiten war bereits in den letzten Wochen begonnen worden, weil die Rodung von Gehölzen zum Schutz von Brutvögeln nur zwischen September und Februar erfolgen soll.
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