A 21-Ausbau kann weitergehen:
Oberverwaltungsgericht weist Eilantrag ab

de Jager: „Rückenwind für eine der wichtigsten Verkehrsachsen“

Erscheinungsdatum:
14.11.2011

Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße B 404 zwischen Stolpe und Nettelsee im Kreis Plön geht weiter. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig hat den Antrag eines Anwohners auf einstweiligen Rechtsschutz zurückgewiesen.

Dies gab Verkehrsminister Jost de Jager am 14. November bekannt. Der ursprünglich für Oktober vorgesehene Baubeginn für den 5,8 Kilometer langen Abschnitt war zunächst durch den Eilantrag gestoppt worden. Das OVG lehnte in seiner Entscheidung nicht nur den einstweiligen Rechtsschutz für die Autobahn ab, sondern auch den für den Anschluss der Landesstraße L 49. „Aufgrund des einsetzenden Frostes ist nun der Baubeginn für das nächste Frühjahr geplant“, kündigte de Jager an.

Übersichtskarte vierstreifiger Ausbau B 404: Stolpe-Nettelsee Übersichtskarte vierstreifiger Ausbau B 404: Stolpe-Nettelsee © MWV

Zentrale Erschließungsachse

Mit dem vierstreifigen Ausbau der B 404 zu einer durchgängigen A 21 wird dem steigenden Verkehrsaufkommen Rechnung getragen. „Der Lückenschluss der A 21 gehört zu den wichtigsten Verkehrsinfrastrukturprojekten in Schleswig-Holstein“, betonte de Jager. Die B 404 sei eine der zentralen Erschließungsachsen des Landes und habe als Nord-Süd-Verbindung der Landeshauptstadt zu den Autobahnen A 1, A 24 und A 20 sowie als Hinterlandanbindung der Häfen in Kiel eine überregionale Bedeutung. Mit Fertigstellung des neuen Abschnitts „wächst“ die A 21 auf einer Gesamtlänge von 55 Kilometer.

Geplante Arbeiten

Insgesamt werden 12 Brückenbauwerke, 1.120 Meter Lärmschutzwälle, 65 Meter Lärmschutzwände und eine Rastanlage mit einem WC-Gebäude errichtet. Zusätzlich zu dem Bau einer 50 Meter breiten Brücke für die Querung von wild lebenden Tieren und zwei Meter hohen Wänden als Überflughilfe für Fledermäuse sind viele weiter umfangreiche Kompensationsmaßnahmen als Ausgleich für die Eingriffe in Natur und Landschaft vorgesehen. Im Zuge der Erweiterung soll auch die bislang durch Nettelsee führende Landesstraße L 49 nach Süden verlegt werden. Damit wird der Verkehr in der Gemeinde Nettelsee deutlich reduziert.

Die Gesamtinvestitionssumme für Bau und Grunderwerb beläuft sich auf rund 51,4 Millionen Euro.

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