Landesregierung und Energiewirtschaft starten Netzentwicklungsinitiative

Energie-Staatssekretärin Andreßen: „Wir brauchen Strom-Autobahnen

Erscheinungsdatum:
03.09.2010

Schleswig-Holstein rüstet sich nicht nur über sein Offshore-Konzept für den rasanten Ausbau der Erneuerbaren Energien während der kommenden Jahre: Um die enormen Kapazitäten von mehr als 9.000 Megawatt Leistung durch Erneuerbare Energien ableiten zu können, haben Vertreter der Netzbetreiber, Windverbände, der Energiewirtschaft und der kommunalen Landesverbände sowie der Landesregierung am 3. September in Kiel eine gemeinsame Netzentwicklungsinitiative gestartet.

Die enormen Strommengen können insbesondere wegen ihrer verbraucherfernen Erzeugung nur zu einem geringen Teil in Schleswig-Holstein verbraucht werden. Die derzeitigen Transportnetze sind für eine Ableitung solcher Strommengen nicht ausreichend“, sagte Energie-Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen in ihrer Eröffnungsrede. Sie machte deutlich, dass bei den prognostizierten Strommengen aus Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 letztlich alles auf 380 Kilovolt-Leitungen an den Küsten des Landes hinauslaufe. „Die 380 KV-Leitungen bilden dabei sozusagen die Stromautobahnen, während die 110-Kilovolt-Ebene als Landesstraßen und Zubringer fungieren“, so Andreßen.

Bei dem Auftakt-Treffen im Wirtschaftsministerium wurde vereinbart, dass die Teilnehmer eine gemeinsame Einschätzung entwickeln, wieviel Strom zukünftig aus Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein zu bewältigen ist. Basierend darauf werden die Netzbetreiber ein ganzheitliches Konzept für die Netzentwicklung in Schleswig-Holstein vorstellen.

Wie Andreßen weiter sagte, solle im Rahmen der Initiative auch geklärt werden, wie die Genehmigungsverfahren unterstützt und verkürzt werden können. Die Landesregierung werde alles tun, um die erforderlichen Verfahren zügig durchzuführen, sagte sie.

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