Land fördert modernes Radtourismus-Projekt und Kompetenzzentrum Gesundheitstourismus

Erscheinungsdatum:
05.02.2010

Zukunftsprogramm Wirtschaft

Schleswig-Holstein investiert weiter in den naturbezogenen Tourismus und stellt dabei Gesundheits- und Aktivurlaub in den Mittelpunkt. Für zwei entsprechende Projekte überreichte Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang heute (5. Februar) in Bad Bramstedt Förderbescheide in Höhe von insgesamt 736.000 Euro an Hans-Jürgen Kütbach, Vorsitzender des Heilbäderverbandes und stellvertretender Vorsitzender des Vereins Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus.

Für das Projekt „Radtourismus in Schleswig-Holstein“, das mit 456.000 Euro gefördert wird, soll über den Schleswig-Holstein Binnenland Tourismus ( SHBT) in Projektpartnerschaft mit der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) der Grundstein für Qualitätssteigerungen im Radtourismus-Angebot im Land gelegt werden. Geplant sind dabei nach den Worten von Zieschang der Ausbau sowie Optimierungen der Servicequalität für Radtouristen. In einem ersten Schritt wird auf der Internetseite der TASH (www.sh-tourismus.de) ein Online-Radroutenplaner eingebunden. Radler erhalten somit die Möglichkeit, sich eine Strecke zusammenzustellen und berechnen zu lassen. „Radfahren ist eine der beliebtesten Urlaubsaktivitäten unserer Gäste und unsere Angebote sind gut. Damit Schleswig-Holstein künftig aber noch stärker vom Wachstumsmarkt Radtourismus profitiert, bauen wir konsequent Qualität und Angebote aus“, so die Staatssekretärin. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf 570.000 Euro und wird aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft unterstützt.

Das mit 280.000 Euro geförderte „Kompetenzzentrum Gesundheitstourismus“ beim Heilbäderverband Schleswig-Holstein ( HBV) soll die Wettbewerbsfähigkeit des Gesundheitstourismus im Land steigern und Gesundheitsprävention mit touristisch attraktiven Angeboten verbinden. Ziel des Projektes ist die Optimierung der Angebote und deren Vertrieb sowie die bessere Vernetzung und entsprechende Qualifizierung der touristischen und medizinischen Akteure. Das neue Zentrum soll insbesondere die Anbieter bei der Produktentwicklung unterstützen. Das Gesamtvolumen des Projektes beträgt 496.000 Euro.

Wegen des demografischen Wandels und des wachsenden Gesundheitsbewusstseins wird das Thema Gesundheit im Urlaub eine immer größere Rolle spielen. Um die Bedürfnisse unserer Gäste zu erfüllen, ist es erforderlich, optimierte Angebote zu entwickeln; dafür müssen wir alle Beteiligten an einen Tisch bekommen“, so Zieschang. Das Kompetenzzentrum werde insbesondere für eine enge Abstimmung zwischen touristischen und präventivmedizinischen Institutionen und Anbietern sorgen. So könnten die Gesundheitseinrichtungen weiter modernisiert, die örtliche Infrastruktur optimiert und das Marketing verbessert werden, um gesundheitsbewusste Gäste zu erreichen und ihnen ein stimmiges Angebot zu bieten. „Ich bin sicher, dass im Ergebnis eine Steigerung der Urlaubsqualität in Schleswig-Holstein erzielt wird, die sich positiv auf die Zahl der Urlaubsgäste und Übernachtungen auswirkt“, sagte Zieschang.

Das Thema „Gesundheit“ gehört nach den Worten der Staatssekretärin zu den Schwerpunktthemen der touristischen Neuausrichtung des Landes und sei für die Zielgruppen „Familien mit Kindern“, „Best Ager“ und „Anspruchsvolle Genießer“ von besonderer Bedeutung. Das Land könne im Gesundheitstourismus neben den reizvollen landschaftlichen Voraussetzungen auf ein qualitativ hochwertiges Gesundheitsangebot und Fachwissen aus etwa 100 Kur- und Reha-Einrichtungen, 69 Kurorten und 78 Krankenhäusern bauen. 

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 752 Millionen € für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. € aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. € aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"(GRW) zuzüglich einesSonderprogramms in Höhe von rund 30 Millionen € aus dem Konjunkturpaket I sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 175 Mio. €."
In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei.
Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden € steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.

 Verantwortlich für diesen Pressetext:
Harald Haase | Ministerium für Wissenschaft,
Wirtschaft und Verkehr | Düsternbrooker Weg 94, 24105 Kiel |
Telefon 0431  988-4420 | Telefax 0431  988-4705

Zusatzinformationen

Kontakt

Medien-Informationen abonnieren



Diese Seite: