Dänischer Lachsproduzent siedelt in Handewitt an – 78 neue Arbeitsplätze Wirtschaftsminister de Jager: „Ein wahrlich dicker Fisch für die Region“

Erscheinungsdatum:
22.01.2010

Zukunftsprogramm Wirtschaft

Die Entscheidung des dänischen Unternehmens Vega Salmon, in Handewitt für rund zwölf Millionen Euro eine hochmoderne Fischveredelungsfabrik zu errichten und bereits im August in Betrieb zu nehmen, ist von Wirtschaftsminister Jost de Jager als ein „erfreuliches Signal und wohltuendes Bekenntnis zum Standort Schleswig-Holstein“ bezeichnet worden. „Damit ernten die Wirtschaftsförderungsgesellschaften WTSH und WiREG nicht nur die Früchte einer monatelangen guten Zusammenarbeit und verbuchen den größten Ansiedlungserfolg des Jahres 2009, sondern stärken auch unser Kompetenz-Netzwerk Ernährungswirtschaft“, sagte de Jager heute in Flensburg.  Er übergab zugleich zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt knapp drei Millionen Euro an den Aufsichtsratsvorsitzenden von Vega AS, Klaus K. Kjær. Das Geld stammt aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe: Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und dem „Europäischen Fischereifonds“.

Die Vega Salmon GmbH ist eine deutsche Tochtergesellschaft der Vega Salmon Gruppe und hat einen Jahresumsatz von rund 31 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Produktion und Weiterverarbeitung von Fisch, insbesondere von Lachs, Forelle und Heilbutt. Die Produkte sind überwiegend für den Einzelhandel bestimmt. Bei einem guten Geschäftsverlauf am neuen Standort plant das in Esbjerg beheimatete Unternehmen mittelfristig eine Aufstockung des Personalbestands auf 120 Mitarbeiter. Neben Handewitt und Esbjerg produziert Vega Salmon auch in Sølvesbjerg (Schweden).

Wie de Jager weiter sagte, zeige der Schritt von Vega Salmon, dass es im deutschen Grenzland nicht nur Abbau, sondern auch Aufbau gebe. „Das ist ein kräftiger Impuls für die Region und ich hoffe, dass Vega Salmon ein Beispiel für weitere dänische Unternehmen sein kann, sich in der Region Flensburg anzusiedeln“, so der Minister.

Das ist ein toller Ansiedlungserfolg für Flensburg und Handewitt und ein wichtiges Zeichen“, betonte Flensburgs Oberbürgermeister Klaus Tscheuschner während der Übergabe der Bewilligungsbescheide. „Ich freue mich und danke Vega Salmon, dass das Unternehmen diese richtige Entscheidung getroffen hat und in unserer Region investiert und Arbeitsplätze schafft“, so Tscheuschner weiter.

Zu den monatelangen Verhandlungen mit der Unternehmensgruppe sagte WiREG-Geschäftsführer Dr. Klaus Matthiesen: „Es standen letztlich fünf Gemeinden als mögliche Standorte zur Wahl – weitere auch in Dänemark. Den Ausschlag gaben das vorhandene Planungsrecht, die Größe der Industriefläche im interkommunalen, autobahnnahen Gewerbegebiet der WEG Flensburg-Handewitt und die relativ günstigen Arbeitskosten.“ Dank der abgestimmten Betreuung des WiREG-Teams mit der Arbeitsagentur, den beiden Kommunen, der WTSH und den GA-Förderstellen sei der Erfolg am Ende realisiert  worden.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 – 2013 rund 722 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 173 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" sowie rund 175 Mio. Euro aus ergänzenden Landesmitteln.

In der Förderperiode 2007-2013 bildet das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein das Dach für die Zukunftsprogramme Wirtschaft, Arbeit, ländlicher Raum und Fischerei. Das Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein mit seinem Fördervolumen von 1,4 Milliarden Euro steht für mehr Wirtschaft und Beschäftigung, für mehr Innovationen und Lebensqualität in Schleswig-Holstein.

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