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Windenergie

Entwicklung in Schleswig-Holstein 

Ein Kran zieht den Propeller eines Windrades in die Höhe.

In Schleswig-Holstein - Onshore

Schleswig-Holstein hat sich schon frühzeitig für den Ausbau der Windenergienutzung eingesetzt. In den Regionalplänen wurden rund 0,8 % der Landesfläche bzw. 120 km² Eignungsgebiete für die Windenergienutzung ausgewiesen. Dadurch konnte ein "Wildwuchs" der Windenergieanlagen verhindert und gleichzeitig die Akzeptanz für die Windenergien in der Bevölkerung gefördert werden.

Die ausgewiesenen Eignungsflächen für die Windenergienutzung sind mittlerweile weitestgehend belegt. Ein weiterer Ausbau der Windenergienutzung erfolgt vornehmlich durch das Repowering, dem Ersetzen älterer Anlagen durch moderne leistungsstärkere Anlagen, und dem Ausbau auf dem Meer, im Offshore.

So wurden viele kleinere Altanlagen durch Konzentration an den Standorten durch neue größere Anlagen ersetzt. Die Anlagenzahl ist 2008 gegenüber 2007 mit insgesamt 2.568 Anlagen nahezu konstant geblieben. Die Gesamtleistung der Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein wurde aber durch die neuen leistungsstärkeren Anlagen um 83 auf 2.506 Megawatt gesteigert. Damit beläuft sich die durchschnittliche Leistung einer einzelnen Windkraftanlage in Schleswig-Holstein auf nunmehr 976 Kilowatt.

Im Jahr 2006 konnten in Schleswig-Holstein 4.042 Gigawattstunden Strom aus Windenergie erzeugt werden. Dies entspricht rund 30 % des schleswig-holsteinischen Stromverbrauchs (Daten für das Jahr 2007 liegen voraussichtlich im Frühjahr 2010 vor).

Nach neuester Schätzung können auf den ausgewiesenen Windeignungsflächen unter Berücksichtigung der Höhenbegrenzung und unter Einhaltung der Abstandsregelungen etwa 3.400 MW Windenergieleistung installiert werden. Darüber hinaus sind weitere 300 Megawatt Windleistung durch Repowering von Anlagen außerhalb der Eignungsfläche möglich. Damit kann die installierte Leistung der Windenergieanlagen nahezu verdoppelt werden.

Vor den Küsten Schleswig-Holsteins - Offshore

In der Nordsee sind sieben Windparkprojekte geplant und durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie genehmigt. Insgesamt umfassen diese Projekte 560 Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen über 2.600 Megawatt. Für die Netzanbindung der Windparks in der Nordsee sind zwei Trassen vorgesehen. Eine nördliche über Sylt mit dem Netzanschlusspunkt Böxlund bei Flensburg und eine südliche mit Anlandepunkt in Neuenkoog bei Büsum und Anschlusspunkt in Brunsbüttel. Zuständig für die Genehmigung der Leitung im Küstenmeer und an Land ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Bislang liegen die Genehmigung für die Netzanbindung von vier Windpark im Bereich der AWZ und des Küstenmeeres vor.

In der Ostsee sind der Windpark SKY 2000 mit 50 Windenergieanlagen und bis zu 150 Megawatt sowie das Testfeld GEOFReE mit 5 Windenergieanlagen und je 5 Megawatt geplant. Das Testfeld sowie die Netzanbindung bis zum Umspannwerk in Göhl sind bereits genehmigt.

Zum Herunterladen:

Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie

Durch den Ausbau der Windenergienutzung sind in Schleswig-Holstein direkt und indirekt bereits etwa 7.000 Arbeitsplätze in der Branche entstanden. Weitere Arbeitsplätze werden durch den Ausbau im Offshore vornehmlich an der Westküste erwartet.

Im Februar 2005 wurde mit der 5 M von REpower Systems die weltgrößte Windenergieanlage, die für die Nutzung im Offshore konzipiert wurde, in Brunsbüttel eingeweiht. Bislang hat die Anlage im Betrieb nach Angaben des Herstellers die Erwartungen übertroffen und eine hohe technische Verfügbarkeit erreicht. Weitere fünf Anlagen vom Typ 5 M sind in der Gemeinde Büttel errichtet worden. Für drei Anlagen in der Gemeinde Ellhöft liegen die Genehmigungen vor. Die Landesregierung setzt sich für die Realisierung von weiteren Teststandorten an Land ein.

Windcomm

Logo Netzwerkagentur "Windcomm Schleswig-Holstein"

Windcomm ist ein Projekt der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland mit finanzieller Unterstützung der Landesregierung Schleswig-Holstein. Projektpartner sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde und die Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel.

In der zweiten Projektphase bis 2010 liegt der Schwerpunkt auf der Positionierung Schleswig-Holsteins im Standortwettbewerb für die Offshore Windenergienutzung sowie der Unterstützung des Repowerings.

www.windcomm.de

Kompetenzzentrum CE-Wind

Logo und Schriftzug CEWIND "Center of Exellence"

Das Kompetenzzentrum bündelt die Forschungen der Hochschulen in Schleswig-Holstein im Bereich der Windenergietechnik. Professoren unterschiedlicher Fachrichtungen sammeln Know-how, um gemeinsam mehr zu erreichen. Durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie den intensiven Dialog von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik wollen die Hochschulen dazu beitragen, dass Schleswig-Holstein auch in Zukunft führendes Windland bleibt. Das Kompetenzzentrum CEwind wurde Anfang 2005 mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus dem Innovationsfonds des Landes Schleswig-Holstein gegründet. Aktuelle Information und Aktivitäten des Kompetenzzentrums CE-Wind unter

www.cewind.de

Offshore Windenergienutzung FINO3

Logo fino3

Die Landesregierung unterstützt die Entwicklung der Offshore-Windenergienutzung, in dem sie gemeinsam mit dem Bund die Errichtung einer Forschungsplattform 75 km westlich von Sylt fördert. Das Projekt "Kompetenzzentrum Offshore-Windenergienutzung - Nordsee Entwicklungsplattform für Technologietransfer und Naturschutz (NEPTUN)" ermöglicht den klein- und mittelständischen Unternehmen und den Hochschulen des Landes ihre Produkte, Dienstleistungen und Verfahren für die Windenergienutzung im Offshore bis zur Marktreife zu entwickeln und somit an der Entwicklung Offshore teilzuhaben.

Weitere Informationen zur Nordsee Entwicklungsplattform für Technologietransfer und Naturschutz (NEPTUN) unter

www.fino3.de

Messe HUSUM WindEnergy

Logo Husum WindEnergy

Die HUSUM WindEnergy ist, seit ihrem Start im Jahr 1989, inzwischen nicht nur die weltweit größte und bedeutendste Messeveranstaltung der internationalen Windenergiebranche sondern darüber hinaus der wichtigste Treffpunkt aller Akteure und Entscheidungsträger der Branche. Als Schaufenster und Marktplatz bildet die HUSUM WindEnergy in allen ihren besonderen Facetten das geeignete Umfeld, um internationale Geschäftskontakte zu knüpfen und auszubauen.

Die nächste HUSUM WindEnergy findet vom 21. - 25. September 2010 statt.

http://www.husumwindenergy.com/



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