Umweltministerin Rumpf und Club of Rome-Präsident Schön übergeben DESERTEC-Atlas an Kieler Ludwig-Erhard-Schule
- Erscheinungsdatum:
- 28.11.2011
KIEL. Umweltministerin Frau Dr. Juliane Rumpf übergab heute (28. November) zusammen mit Max Schön, Präsident des Club of Rome Deutschland, einen Klassensatz neuer Desertec-Atlanten an die Ludwig-Erhard-Berufsschule in Kiel. Insgesamt hat das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume 1.000 Atlanten beschafft, die an verschiedene Schulen in Schleswig-Holstein weitergegeben werden. Herausgeber der Bücher sind der Club of Rome Deutschland und die Desertec-Foundation.
"Der Atlas vermittelt für den Unterricht wichtige Zusammenhänge wie Klimaschutz, Energieversorgung und auch die Nutzung der enormen Solarpotenziale in Nordafrika nach dem Desertec-Konzept
", sagte Umweltministerin Rumpf. Max Schön erläuterte: "Um die Ideale des Club of Rome wie Weltbürgertum und nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen, unterstützt der deutsche Zweig vier Projekte in den Bereichen Bildung, Energie, Weltwirtschaftsordnung und Klimagerechtigkeit. Die Veröffentlichung Desertec-Atlas leistet einen wichtigen Beitrag zu mehreren unserer Initiativen; den Club- of-Rome-Schulen, der Plant-for-the-Planet Schülerinitiative sowie natürlich dem Desertec-Projekt selbst. Es handelt sich um ein weltweit anwendbares Konzept zur Gewinnung sauberen Stroms.
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Schleswig-Holstein hat mit Solarregionen wie Nordafrika mehr zu tun, als es auf den ersten Blick scheinen mag. "Das hat zu tun mit unserer Strategie, die Energieversorgung ganz wesentlich auf erneuerbare Energiequellen, also Windenergie, Solarenergie und Bioenergie zu stützen. Bereits vor dem Jahr 2015 will Schleswig-Holstein rechnerisch 100 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen abdecken
", gab Frau Rumpf das Ziel vor. Erneuerbare Energiequellen hätten dabei den Vorteil, dass sie unerschöpflich sind und praktisch nicht zur Erderwärmung beitragen. Nachteil sei, dass sie nicht gleichmäßig anfallen. Das lasse sich jedoch ausgleichen, etwa durch die großräumige Vernetzung quer durch Europa und darüber hinaus. So komme auch Nordafrika ins Spiel. Die dortigen ungeheuren Potenziale an Solarenergie können dazu dienen, Schwankungen in Europa auszugleichen.
Die Umweltministerin räumte ein: "All dies ist noch Zukunftsmusik. Aber ich finde es sehr ermutigend, dass jetzt mit dem Desertec-Atlas Unterrichtsmaterialien zu diesem Themenkomplex vorliegen und Schulen, insbesondere Zukunftsschulen, beginnen, sich mit dem Thema intensiver auseinanderzusetzen.
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