Schmalfuß eröffnet Fachtagung "Neue Wege - Gleiche Chancen" zu Frauen und Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein
- Erscheinungsdatum:
- 31.10.2011
KIEL. Wie sieht es mit wirklich gleichen Wahlmöglichkeiten und Verwirklichungschancen für Frauen und Männer in Ausbildung und Beruf aus? Diese Frage ist heute (31. Oktober) in Kiel auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft FRAU & BERUF und der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten intensiv diskutiert worden. Basis war der erste Gleichstellungsbericht der Bundesregierung mit seinen Ergebnissen und Handlungsempfehlungen. Schleswig-Holsteins Gleichstellungsminister Emil Schmalfuß sagte in seinem Grußwort: "Wir konkretisieren mit dieser Veranstaltung, was wir im Juli in Plön schon ausführlich diskutiert haben. Ich habe das Thema „Gleichstellung im Lebensverlauf“ als Schwerpunktthema für die diesjährige Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister (GFMK) gewählt, weil ich den Ansatz der Chancengleichheit, die Schaffung tatsächlicher Wahlfreiheit von Frauen und Männern für eine ganz zentrale Aufgabe der Politik halte.
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Das Gutachten der Sachverständigenkommission für den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, dessen wesentliche Ergebnisse insbesondere mit Bezug auf den Arbeitsmarkt, die Vorsitzende der Sachverständigenkommission, Frau Prof. Dr. Ute Klammer, heute vorgestellt hat, beschäftigt sich mit den Knotenpunkten, den Weichenstellungen im Leben von Frauen und Männern. Es betrachtet die Ergebnisse getroffener Entscheidungen aus der Lebensverlaufsperspektive - aus einer Längsschnittbetrachtung. Und diese Längsschnittbetrachtung zeigt, dass die Entscheidung, aus dem Beruf auszusteigen und sich um das Kind/die Kinder zu kümmern, von der Frau in beruflicher Hinsicht nur schwer wieder aufgeholt werden kann. "Das bedeutet nun nicht, dass dieser Lebensentwurf zu vermeiden ist
", so Schmalfuß. "Ich plädiere aber sehr dafür, sich bewusster mit den Folgen von Entscheidungen auseinanderzusetzen. Es geht darum, Übergänge zurück in den Beruf zu ermöglichen und staatliche Anreize, die gegen eine vernünftige Berufsrückkehr sprechen, abzubauen.
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Diese und weitere wesentliche Fragestellungen für die Situation der Frauen in der schleswig-holsteinischen Arbeitswelt, wie insgesamt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch Frauen in Führungspositionen, wurden auf der Fachtagung mit Vertretern der verschiedensten Arbeitsmarktakteure in Schleswig-Holstein diskutiert. Politik und Wirtschaft, Gewerkschaften und Hochschulen, der Landesfrauenrat und viele mehr erhielten die Möglichkeit, ihre Positionen zu vertreten.
Weitere Informationen:
Frauen im Erwerbsleben
Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK)
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