Modernisierung in den Gerichten und Staatsanwaltschaften
Strukturreform und Modernisierungsprojekte
Im Rahmen von Projekten wird versucht, die internen Ressourcen der Justiz durch eine tiefgreifende Veränderung ihrer Organisationsstrukturen nutzbar zu machen.
Nach einem verbreiteten Vorurteil gilt die Justiz - mehr noch als andere Sparten der öffentlichen Verwaltung - als rückständig, unbeweglich und behäbig, kurzum als abschreckendes Musterbeispiel für die These, dass sich der öffentliche Sektor allen Modernisierungsversuchen erfolgreich widersetzt, ja widersetzen muss, weil ineffektive Strukturen "systemimmanent", sozusagen Wesensmerkmale des öffentlichen Dienstes sind. Mit diesem Vorurteil - soweit es denn überhaupt je gerechtfertigt war - hat sich die Justiz in Schleswig-Holstein selbstkritisch auseinandergesetzt und ist seit einigen Jahren erfolgreich dabei, damit gründlich aufzuräumen.
Im Rahmen von Projekten, die in fast allen Schleswig-Holsteinischen Gerichten und in den Staatsanwaltschaften durchgeführt wurden oder noch laufen, wird versucht, die internen Ressourcen der Justiz durch eine tiefgreifende Veränderung ihrer Organisationsstrukturen nutzbar zu machen. Mit diesen Veränderungsprozessen wird der Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechniken verzahnt. Die Notwendigkeit zu Veränderungen auf dem Gebiet der Verfahrensbearbeitung und der Aufbau- und Ablauforganisationen als ersten Schritt vor der Einführung zeitgemäßer Informationstechnik (IT) wurde in Schleswig-Holstein frühzeitig erkannt. Der heute in den Gerichten und Staatsanwaltschaften erreichte Stand kann als Erfolg der durchgeführten Projekte bewertet werden und stellt Schleswig-Holstein im bundesweiten Vergleich in die Spitzengruppe.
Die auf den nachfolgenden Seiten beschriebenen Modernisierungsprojekte in der Justiz haben als Ergebnis eine effektivere und wirtschaftliche Erledigung der eigenen Aufgaben erzielt. Die Auswirkungen auf die Bürgerinnen und Bürger sind jedoch mittelbar vorhanden durch schnellere Bearbeitungszeiten und bessere Qualität der Arbeitsergebnisse. Projekte mit unmittelbarer IT-Schnittstelle zum Bürger oder zur Wirtschaft befinden sich in Vorbereitung.
Über die eigenen Modernisierungsprojekte wurden in der Justiz auch die ressortübergreifenden Projekte des Landes Schleswig-Holstein umgesetzt bzw. gestartet. Hierzu zählen
- die Erarbeitung eines vom landesweiten Standard abgeleiteten justizspezifischen Leitbildes,
- die Umsetzung des Projektes "Aufgabenanalyse und Aufgabenkritik"
- eine Anpassung des Vorhabens "Personalentwicklungskonzept" an die justizspezifischen Besonderheiten
- ein eigenes Projekt "Kosten- und Leistungsrechnung in der Justiz".
Ergänzende Informationen zu den Modernisierungsprojekten erhalten Sie von unserem "Referat für Informationstechnik und Reorganisationsprojekte in Gerichten und Staatsanwaltschaften".
Senden Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail an
Herrn Dr. Nils Trares-Wrobel: nils.trares-wrobel@jumi.landsh.de
Weitere Informationen erhalten Sie im Kasten auf der rechten Seite.