Bildungsminister Dr. Klug: „Erfolgreiche Konzepte zur Begabtenförderung sollen sich im ganzen Land durchsetzen können“

Erscheinungsdatum:
07.03.2011

FLENSBURG/HARRISLEE. Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug besuchte heute (7. März) die Kindertagesstätte „Am Hechtenteich“ und die Zentralschule in Harrislee sowie die Goethe-Schule in Flensburg. Dabei standen Projekte zur Begabtenförderung im Mittelpunkt. „Die Begabtenförderung ist ein bildungspolitischer Schwerpunkt der Landesregierung. Im neuen Schulgesetz ist der Anspruch eines jeden Kindes auf eine begabungsgerechte Förderung verankert und wir haben die Landesmittel für diese Aufgabe von 217.000 Euro um 183.000 Euro erhöht“, erläuterte Klug.

„Wir wollen dafür sorgen, dass sich erfolgreiche Konzepte zur Begabtenförderung im ganzen Land durchsetzen können - angefangen bei den Jüngsten in der KiTa bis hin zur weiterführenden Schule“, so der Minister. Die bereits begonnenen Projekte sollten dauerhaft verankert werden. Es komme vor allem auf die Fachkräfte in den Kitas und auf die Lehrkräfte in den Schulen an. Klug: „Wir wollen erreichen, dass sie die Begabtenförderung kompetent und routiniert in ihre tägliche Arbeit einbeziehen können. Daher gehören zum Ausbau der Begabtenförderung auch Verbesserungen in der Beratung, der Diagnostik und der Qualifizierung.“ Über eine verstärkte Begabtenförderung seien auch Fortschritte für die schulische Lernkultur insgesamt in Schleswig-Holstein zu erwarten.

Das vom Bildungsministerium entwickelte Konzept der Begabungsförderung umfasst drei Handlungsfelder: Beratung, Begabungsförderung innerhalb der Kindertagesstätten und der Schulen sowie Begabtenförderung außerhalb von Kindertagesstätten und Schulen.

Für den Kita- und Grundschulbereich wurden sechs Tandems aus jeweils einer Kita und einer Grundschule gebildet. Seit Beginn des Schuljahres 2010/11 erarbeiten sie in Kita und Schule – mit besonderer Beachtung der Übergänge in Zusammenarbeit und mit Förderung der Karg-Stiftung Beispiele für die Begabungsförderung. Dies ist bundesweit beispielhaft. Ab Februar 2012 werden die sechs Tandems ihre Multiplikatorentätigkeit aufnehmen. Klug sagte bei seinem Besuch: „Eine Hürde für die dauerhafte Begleitung von begabten Kindern und Jugendlichen war bisher der Wechsel von einer Bildungseinrichtung in die nächste, etwa von der Kita in die Grundschule oder von dort zur weiterführenden Schule. Dieser Frage gehen der Kindergarten „Am Hechtenteich“ und die Zentralschule gemeinsam nach. Das ist nicht nur für Schleswig-Holstein ein neuer Weg, sondern auch bundesweit.“

Darüber hinaus entwickeln elf weiterführende Projektschulen in Abstimmung mit dem Bildungsministerium und in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) seit Februar 2011 Konzepte zur Begabtenförderung. Ab dem kommenden Schuljahr werden diese Schulen zu Multiplikatoren, die die entwickelten Unterrichtskonzepte anderen weiterführenden Schulen vermitteln. Minister Klug betonte, dass dabei die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern ein besonders wichtiges Element sei. „Wir wollen eine Begabtenförderung, die sich den Schülerinnen und Schüler anpasst - nicht eine, der sich die Schülerinnen und Schüler anpassen müssen.“

Außerhalb des Unterrichts wird das Enrichment-Programm weiter ausgebaut und dank der zusätzlichen Mittel kann auch die JuniorAkademie gesichert werden. In Flensburg ist der jüngste Enrichment-Verbund entstanden - und damit der neunte im Land. Die vier Stützpunktschulen werden unter anderem aktiv unterstützt von der Universität Flensburg und der IHK Flensburg. Landesweit nehmen in diesem Schuljahr etwa 2.000 Schülerinnen und Schüler an 180 Kursen teil. Eine aktuelle Erhebung zu diesem Programm zeigt, dass diese Kurse eine hohe Wertschätzung erfahren.


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