Bildungsminister Dr. Klug verleiht 99 Schulen das Zertifikat „Zukunftsschule.SH“

Erscheinungsdatum:
30.06.2010

KIEL. Seit heute (30. Juni) kann sich die Waldschule in Flensburg mit einem besonderen Titel schmücken: Sie ist die erste Grundschule in Schleswig-Holstein, die sich mit Fug und Recht „Zukunftsschule.SH“ nennen darf. Dieses Gütesiegel erhalten Schulen, die sich der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verschrieben haben.

Bei der Vergabe der insgesamt 99 Zertifikate in der Kieler Sparkassenakademie lobte Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug: „Unsere Zukunftsschulen liefern gute Beispiele, wie das Motto ‚Heute etwas für morgen bewegen’ mit Leben gefüllt werden kann.“ Dabei stünde hinter jeder Zukunftsschule nicht nur vorbildliche pädagogische Arbeit, sondern auch viel Engagement von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Schulsozialarbeitern, Eltern und außerschulischen Partnern. „Die Zukunftsschulen erfüllen den Auftrag, die Schülerinnen und Schüler zur Übernahme von Verantwortung zu befähigen, mit besonderer Energie und Phantasie. Und sie regen andere Schulen an, dies in gleicher Weise zu tun“, sagte Minister Klug.

Die Auszeichnung verfolgt das Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein zu etablieren. 2006 wurden die ersten 33 Schulen zertifiziert, mit den heute ausgezeichneten ist die Zahl auf insgesamt 167 Zukunftsschulen angestiegen. Seit 2008 sind die Sparkassen Partner und Förderer der Zukunftsschulen. Präsident Jörg-Dietrich Kamischke sagte bei der Vergabe der neuen Zertifikate: „Nach unserer Überzeugung verknüpft die Initiative „Zukunftsschule.SH“ in beispielgebender Weise theoretische Ziele mit praktischem Handeln: Das Thema „Nachhaltigkeit“ wird hier mit Leben gefüllt und das Engagement, das Lehrer und Schüler an den Tag legen, ist vorbildlich. Die Sparkassen unterstützen dieses Projekt aus tiefer Überzeugung, denn wir wissen, dass jeder Euro, den wir in die Bildung und Förderung unserer Kinder und Jugendlichen investieren, ein gut investierter Euro ist.“ Weitere Unterstützung erhalten die Zukunftsschulen auch von der Werbeagentur G16.

Die immer auf zwei Jahre befristete Auszeichnung „Zukunftsschule.SH“ unterscheidet zwischen den drei Qualitätsstufen „Wir sind aktiv“, „Wir arbeiten im Netzwerk“ und „Wir setzen Impulse“. Eine Jury, in der unter anderem das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH), das Bildungs- und das Umweltministerium, die Kreisfachberater für Natur- und Umwelterziehung sowie die Umweltakademie, Vereine, Verbände und Forschung vertreten sind, begutachtet die Bewerbungen, die auf die jährliche Ausschreibung hin eingehen. In Schulbesuchen und Gesprächen machen sie sich ein Bild von Projekten wie beispielsweise das neue Feucht-Biotop in einem Schulgarten, ein Schulkiosk, der nur fair gehandelte Produkte vertreibt oder den nach ökologischen Gesichtspunkten gestalteten Schulhof.

Die ausgezeichneten Zukunftsschulen erhalten eine Urkunde und ein Glasschild als sichtbares Zeichen für die Auszeichnung. Außerdem gibt es Informationsmaterialien für die weitere Arbeit und Fortbildungsangebote für die Lehrkräfte.


Verantwortlich für diesen Pressetext: Thomas Schunck | Ministerium für Bildung und Kultur | Brunswiker Straße 16-22, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-5805 | Telefax 0431 988-5815 | E-Mail: thomas.schunck@mbk.landsh.de

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