Kultur und Wirtschaft stärker verbinden

Eine engere Zusammenarbeit von Kultur und Wirtschaft ist ein Schwerpunkt der Landesregierung. Ziel ist es, Konzepte zu entwickeln, bei denen Wirtschaftsunternehmen und Kulturinstitutionen als gleichberechtigte Partner voneinander profitieren. Kulturmanagement und Kulturtourismus sind dabei wichtige Faktoren, die es auszubauen gilt. Außerdem ist die Landesregierung dabei, die Potenziale des Kultursponsorings in Schleswig-Holstein auszuloten. Sie unterstützt die Initiative "o-ton Kulturwirtschaft-sh", die Vertreter und Wirtschaft zum Gedankenaustausch zusammenbringt - um nur einige Beispiele zu nennen.

Privates und unternehmerisches Engagement aktivieren

Schleswig-Holstein sorgt selbst mit erheblichen finanziellen Zuschüssen dafür, dass die großen Kulturinstitute - die Theater, die Landesmuseen in Gottorf, die Kunsthalle zu Kiel, der Büchereiverein Schleswig-Holstein - arbeitsfähig sind und bleiben. Ziel der Landesregierung ist es aber, verstärkt privates und unternehmerisches Engagement zu aktivieren, wenn es zum Beispiel darum geht, ein Werk für die Kunsthalle zu erwerben, um eine Lücke in der Sammlung zu füllen, für die notwendige Erneuerung des Instrumentenbestandes der örtlichen Musikschule einzuspringen oder einem Theater zu ermöglichen, einen hochkarätigen Gast zu engagieren.

Erfolgreiche Beispiele

Es gibt bereits eine Reihe erfreulicher und erfolgreicher Beispiele dafür: Ein Stifterkreis unterstützt seit 1978 die Kunsthalle zu Kiel beim Ausbau ihrer Sammlung. An der Restitution des barocken Fürstengartens und des Gottorfer Globushauses in Schleswig haben sich fünf große Stiftungen beteiligt und gemeinsam erheblich mehr Mittel eingebracht als das Land. Das umfangreiche Programm des "Kultursommers" wird in zunehmendem Maße mit Sponsorenmitteln finanziert.

Staatliche Kulturförderung ergänzen

Das Bemühen der Landesregierung um vermehrtes Sponsoring und aktives mäzenatisches Engagement der Unternehmen und der Bürgerschaft bedeutet keinen Rückzug aus der staatlichen Kulturförderung, zu der sich die Landesregierung ausdrücklich bekennt. Es zielt vielmehr auf eine Verbesserung der Entwicklungschancen der Kultur insgesamt. Erfolgreich eingeworbene Drittmittel sollen bisher gewährte staatliche Zuwendungen ergänzen, nicht aber ersetzen.

Kulturwirtschaft in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind rund 31.000 Menschen in etwa 6.115 Unternehmen der Kulturwirtschaft beschäftigt und erwirtschaften ein Umsatzvolumen von rund 2,2 Milliarden Euro. Damit erreicht die schleswig-holsteinische Kulturwirtschaft nahezu die Dimension des zweitgrößten Wirtschaftszweiges im Land – des Maschinenbaus. Zur Kulturwirtschaft zählen der Buch- und Kunstmarkt, die Musik-, Film- und Unterhaltungsindustrie, der Presse- und Werbemarkt, die Design- und Architekturwirtschaft. Schwerpunkte in Schleswig-Holstein sind ist der Pressemarkt mit 761 Unternehmen und 430 Millionen Umsatz sowie der Werbemarkt mit 974 Unternehmen und 398 Millionen Euro Umsatz.

Kulturwirtschaftsbericht

Mehr Zahlen, Fakten und interessante Details zu Entwicklung und Stand der Kulturwirtschaft in Schleswig-Holstein enthält der Kulturwirtschaftsbericht der Landesregierung, der in der rechten Spalte als Download zu finden ist. Der Bericht wurde im Jahr 2010 erstellt und dokumentiert unter anderem die Branchen Musikmarkt, Buch-/Literaturmarkt, Kunstmarkt, Darstellende Kunst und Film-/ Medienwirtschaft.

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