Gesundheitsminister Garg startet Pflegeportal „Wege zur Pflege“ – Pflege ist Zukunftsthema
- Erscheinungsdatum:
- 15.02.2011
KIEL. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg hat heute (15.2.) das neue Internetportal „Wege zur Pflege“ gestartet. Ab sofort stehen unter www.pflege.schleswig-holstein.de Informationen rund um das Thema Pflege in Schleswig-Holstein zur Verfügung.
„Nahezu jeder Mensch muss sich früher oder später mit dem Thema Pflege auseinandersetzen - der eigenen oder der von Angehörigen. Für viele ist das mit Unsicherheit und einer Vielzahl von Fragen verbunden“
, so Garg. „Das neue Pflegeportal soll jedem auf verständliche Art verschiedene Wege zur Pflege eröffnen“. Auf den Internetseiten finden Interessierte anhand von – fiktiven – Beispielen aus dem Alltag „ihren“ persönlichen Weg zu den Angeboten oder Informationen. „Das Portal dient auch als Türöffner: Es geht darum, Menschen in dieser häufig schwierigen Situation an die Hand zu nehmen und mit den unterschiedlichen Möglichkeiten vertraut zu machen
“, betonte Garg.
Zu den Themen gehören beispielsweise:
- Welche Wohnformen gibt es?
- Wie wird eine Pflegestufe festgestellt?
- Wo finde ich schnell Hilfe?
- Wer informiert über Demenz?
- Was kann ich tun, um so selbstbestimmt wie möglich zu leben, auch wenn ich Hilfe und Pflege benötige?“
- Wo kann ich mich individuell beraten lassen?
- Wie finde ich heraus, welche Pflegeeinrichtung zu meinen Eltern passt?
„Häufig werden Angehörige auf der Plattform Rat suchen und finden. Daneben werden zukünftig aber auch immer mehr ältere Menschen ganz selbstverständlich selbst ihre Zukunft vorausschauend planen und gestalten. Ihnen soll und wird das Portal ebenso helfen
“, so Garg. Das Portal ist so konzipiert, dass es in seinem Informationsumfang wachsen kann, um regelmäßig an aktuelle Entwicklungen angepasst zu werden.
Zum Start der Internetseite „Wege zur Pflege“ erinnerte Garg zugleich an die Bedeutung, die das Thema Pflege insgesamt hat: „Wir müssen uns im klaren darüber sein, dass Pflege und Gesundheitsversorgung neben Bildung das Zukunftsthema schlechthin ist. Die demografische Entwicklung lässt keinen Zweifel daran, dass die Versorgung nur gelingt, wenn viele ihren Teil dazu beitragen. Das ist Herausforderung und Chance zugleich: Die Pflegebranche ist ein Jobmotor mit hervorragenden Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Gleichzeitig liegt es in der Natur der Sache, dass jeder einzelne bei einer sinkenden Anzahl von Erwerbstätigen mittelfristig sicherlich selbst mehr investieren muß, um ausreichend vorzusorgen
“.
Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene haben bereits vielfältige Aktivitäten zum Thema Pflege stattgefunden oder sind derzeit in Arbeit. In Schleswig-Holstein beispielsweise:
- Woche der Pflege: Landesweite Informationswoche 2010 zum Pflegeberuf gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, Schulen und Trägern. Gemeinsame Aktivitäten werden 2011 fortgesetzt.
- Ausbildungsplätze: Erhöhung der geförderten Plätze trotz Konsolidierungskurs des Landes auf derzeit 1200 Plätze (+ 30).
- Neuregelung der Altenpflegehilfeausbildung: Derzeit wird diese im Land überarbeitet. Dabei wird geprüft, wie die Ausbildung für Berufserfahrene gestrafft werden kann.
- Pflege-Ausbildung: Beteiligung am Reformprozess auf Bundesebene. Themen unter anderem: Stärkere Modularisierung der Ausbildung und Schaffung von Verkürzungsmöglichkeiten.
- Start einer Informations-Kampagne, um junge Menschen über die Chancen des Pflegeberufs zu erreichen, gemeinsam mit den norddeutschen Bundesländern.
- Durchführungsverordnung zum Selbstbestimmungsstärkungsgesetz: Derzeit in Arbeit; damit sollen Mindeststandards in Einrichtungen geregelt werden.
- Ziel ist es, dass die Akteure noch besser im Sinne der Pflegebedürftigen aufeinander abgestimmt arbeiten.
„Wir müssen neben den großen Herausforderungen, die mit dem Thema Pflege verbunden sind, auch die positive Seite dieses Berufes ins Bewusstsein rücken. Es gibt kaum einen Arbeitsplatz, der so eine verlässliche Perspektive bietet, wie der Pflegeberuf
“, so Garg. „In Schleswig-Holstein gibt es viele tausende Pflegekräfte, die täglich hervorragende Arbeit mit Menschen und für Menschen leisten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Diensten und Einrichtungen verdienen unsere Anerkennung und Wertschätzung. Sie tragen auch dazu bei, dass sich die Angebote weiterentwickeln und die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen berücksichtigen. Ich wünsche mir, dass ihre Arbeit und das Thema Pflege sichtbarer werden. Dafür wollen wir im Land offensiv ein Zeichen setzen - für Pflege
“. Dazu soll das Signet Pro.Pflege Schleswig-Holstein zukünftig beitragen.
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