Passgenau in Arbeit

Fachveranstaltung des schleswig-holsteinischen Arbeitsministeriums am 26. November 2009 in Rendsburg

Langzeitarbeitslose bekommen wieder eine Perspektive und besseren Schutz vor Altersarmut. Die Gesellschaft nutzt Ressourcen, auf die sie angesichts des demographischen Wandels nicht verzichten kann“. Dies ist das Fazit von Lenia Samuel, stellvertretende Generaldirektorin für Beschäftigung, Soziales und Chancengleichheit bei der EU, nach der Fachveranstaltung des schleswig-holsteinischen Arbeitsministeriums, die am 26. November 2009 über Wege aus der Langzeitarbeitslosigkeit informierte. Ziel der Veranstaltung war es, die Ansätze verschiedener Modellprojekte zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit sowie deren Wirkungen und Erfolge zu präsentieren.

An der Fachveranstaltung „Passgenau in Arbeit“ im Kulturzentrum in Rendsburg nahmen über 250 Vertreterinnen und Vertreter von Projekten, Unternehmen und Arbeitgeberorganisationen sowie Behörden und Ministerien teil.
Nach einleitenden Worten von Frau Samuel und Arbeitstaatssekretärin Dr. Bonde erhielten Träger, Teilnehmerinnen und Teilnehmer von geförderten Projekten das Wort. Unterbrochen wurde dieses Kernstück der Veranstaltung durch einen Vortrag von Frau Dr. Niebuhr vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung Sie führte in den zweiten Teil der Veranstaltung ein, indem sie aktuelle Befunde zur Langzeitarbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein vorstellte und einen Ausblick auf die aufgrund der Wirtschaftskrise zu erwartenden Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt vornahm.

Teilnehmer des Podiumsgesprächs berichten über Erfahrungen aus geförderten Vorhaben - Quelle: MASG Podiumsgespräch "Passgenau in Arbeit"Teilnehmer des Podiumsgesprächs berichten über Erfahrungen aus geförderten Vorhaben

Moderatorin Heike Stüben nutzte die Möglichkeit, bei Trägern und Teilnehmern der geförderten Projekte konkret nach zu fragen, welche Erfahrungen in den durch den Europäischen Sozialfonds und das Arbeitsmarktprogramm des Landes Schleswig-Holstein - das Zukunftsprogramm Arbeit - geförderten Vorhaben gemacht wurden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten, dass neben neuem Selbstbewusstsein nach einer längeren Phase der Arbeitslosigkeit in den Projekten Kontakte geknüpft und Qualifikationen erworben werden konnten. Neben der Vorbereitung für eine Tätigkeit in Branchen mit Fachkräftemangel wie der Pflege wurde in den Projekten eine umfangreiche Begleitung mittels Coaching der Teilnehmer durchgeführt. So konnten diese ihre Stärken ausbauen und bei Fragen zum Zugriff auf den ersten Arbeitmarkt gezielt beraten werden.

Die bislang gestarteten Projekte konzentrieren sich auf Maßnahmen mit dem Ziel, Langzeitarbeitslose in die Branchen Pflege und Ernährungswirtschaft, Alleinerziehende, Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrer, Ältere sowie Menschen mit multiplen Vermittlungshemmnissen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Staatssekretärin Dr. Bonde unterstrich die Bedeutung arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen, die das Potenzial aller Bürger aktivieren. Die auf der Veranstaltung präsentierten Beispiele zeigten, dass Förderprogramme für Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Initialzündung für eine gemeinsame Zukunft sein können. „Wichtige Bestandteile der Konzepte sind eine Stärken- und Schwächen-Analyse der Menschen, passgenaue Qualifikation und ein gutes Coaching, das über anfängliche Hürden hinweghelfen kann und nicht sofort bei der Aufnahme einer Beschäftigung beendet ist“, so Dr. Bonde.

Arbeitstaatssekretärin Dr. Bonde und die stellvertretende EU-Generaldirektorin Samuel vor der neuen Buswerbung des ESF und des Zukunftsprogramms Arbeit in Schleswig-Holstein - Quelle: MASG Arbeitstaatssekretärin Dr. Bonde und die stellvertretende EU-Generaldirektorin Samuel in RendsburgArbeitstaatssekretärin Dr. Bonde und die stellvertretende EU-Generaldirektorin Samuel vor der neuen Buswerbung des ESF und des Zukunftsprogramms Arbeit in Schleswig-Holstein

Die Redebeiträge von Frau Samuel, Frau Dr. Bonde sowie die Präsentation von Frau Niebuhr stehen nachfolgend zum Download bereit.

Grußwort Stv. Generaldirektorin Lenia Samuel
Grußwort Staatsekretärin Dr. Bettina Bonde
Folienvortrag Annekatrin Niebuhr, IAB Nord




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