Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit

Fachveranstaltung des schleswig-holsteinischen Arbeitsministeriums am 27. Oktober 2008 in Kiel

"Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit sind eine sinnvolle Alternative zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und schreiben so manche Erfolgsgeschichte", so das Fazit einer Fachveranstaltung des schleswig-holsteinischen Arbeitsministeriums, die am 27. Oktober 2008 in Kiel über Perspektiven für Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus informierte.

Dr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, ehemaliger Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa am Rednerpult bei der Fachtagung. Existenzgründungen aus der ArbeitslosigkeitDr. Eberhard Schmidt-Elsaeßer, ehemaliger Staatssekretär im Ministerium für Justiz, Arbeit und Europa Landesregierung

"Rund ein Fünftel aller Gründungen erfolgen aus der Arbeitslosigkeit heraus", sagte Staatssekretär Dr. Schmidt-Elsaeßer und hob hervor, dass rund 70 Prozent von ihnen auch zwei Jahre nach ihrer Gründung am Markt noch aktiv seien. Damit Gründungen besonders nachhaltig wirken, sei jedoch von Anfang an eine qualifizierte Beratung, Schulung und Begleitung in die Selbstständigkeit wichtig. In dieser Aussage waren sich alle Experten von der Industrie- und Handelskammer, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH (IZA) einig.

Moderator Carsten Maltzan (2. von links) im Gespräch mit Gründern Existenzgründungen aus der ArbeitslosigkeitModerator Carsten Maltzan (2. von links) im Gespräch mit Gründern Landesregierung

Die Fachveranstaltung informierte ein breites Publikum über Anforderungen, Möglichkeiten und Perspektiven für Existenzgründungen, insbesondere aus der Arbeitslosigkeit heraus. Ferner wurden erste Erfahrungen und Erfolge von Gründerinnen und Gründern präsentiert, die zuvor arbeitslos gemeldet waren und sich über entsprechende Projekte des Landes für eine Selbstständigkeit qualifiziert hatten. Dabei wurde deutlich, dass sich Erfolg nur dann einstellt, wenn die Gründung einer eigenen Existenz mit einem großen Maß an Engagement und Eigeninitiative angepackt wird. Förderangebote, wie die des Landes oder der Bundesagentur für Arbeit können dann diesen Prozess flankieren.

Dass derartige Förderangebote des Landes gut angelegtes Geld sind, belegten die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit GmbH (IZA) aus Bonn. Danach hätten sowohl das Überbrückungsgeld als auch der Existenzgründungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit kurz- bis mittelfristig positive Effekte erzielt. Nach knapp fünf Jahren sind rund 60 Prozent aller gegründeten Ich-AGs noch am Markt. Bei den Gründungen mit Überbrückungsgeld liegt diese Quote sogar noch um 10 Prozentpunkte höher. 20 Prozent der Gründerinnen und Gründer sind wieder in festen, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen; nur 10 Prozent der Gründer sind wieder arbeitslos.

Einzelheiten der Studie können Sie nachfolgend herunterladen:

Existenzgrundungsförderungen aus der Arbeitslosigkeit




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