Information und Beratung

Informations- und Beratungsangebote für ältere Menschen mit Pflegebedarf und ihre Angehörigen in Schleswig-Holstein

Pflegestützpunkte Schleswig-Holstein

Wenn ein Mensch und seine Angehörigen in einer Pflegesituation Hilfe benötigen, stellen sich viele Fragen: Wer unterstützt mich im Alltag? Wie kann ich mein bisheriges Leben in vertrauter Atmosphäre weiterleben? Wo bekomme ich Hilfsmittel? Welche Anträge muss ich stellen?

Auf diese und andere Fragen bekommen Sie in den Pflegestützpunkten Schleswig-Holstein eine Antwort. Die Pflegestützpunkte informieren Sie umfassend zu Themen wie Leben und Wohnen im Alter, zu Pflege und Betreuung. Die Pflegestützpunkte vermitteln Kontakte zu Ehrenamtlichen oder Angehörigengruppen und haben ein offenes Ohr für Ihre Sorgen und Probleme.

Im Pflegestützpunkt erhalten Sie individuelle, unabhängige und kostenfreie Beratung. Kommen Sie gern in die offene Sprechstunde oder rufen Sie im Pflegestützpunkt an. Bei Bedarf erfolgt die Beratung auch bei Ihnen zu Hause.

Pflegestützpunkte gibt es bisher in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Nordfriesland, Pinneberg, Plön, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg und in den kreisfreien Städten Flensburg, Kiel, Lübeck und Neumünster. Ziel ist es, in allen Kreisen und kreisfreien Städten je einen Stützpunkt einzurichten.

Die Pflegestützpunkte werden von den Pflege- und Krankenkassen, dem zuständigen Kreis oder der zuständigen kreisfreien Stadt und dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit des Landes Schleswig- Holstein finanziert, um unabhängige und kostenfreie Information und Beratung zu gewährleisten.

Aufgaben der Pflegestützpunkte

  • Umfassende sowie unabhängige Auskunft und Beratung zu den Rechten und Pflichten nach dem Sozialgesetzbuch sowie zur Auswahl und Inanspruchnahme der bundes- oder landesrechtlich vorgesehenen Sozialleistungen und sonstigen Hilfsangebote
  • Koordinierung aller für die wohnortnahe Versorgung und Betreuung in Betracht kommenden Hilfs- und Unterstützungsangebote einschließlich der Hilfestellung bei der Inanspruchnahme der Leistung
  • Vernetzung aufeinander abgestimmter pflegerischer und sozialer Versorgungs- und Betreuungsangebote und die Einbindung bürgerschaftlichen Engagements.

Ihr Pflegestützpunkt

  • hilft dabei, möglichst lange im eigenen Zuhause verbleiben zu können
  • sorgt für die Vernetzung aller pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen
  • ist Ansprechpartner für Beschwerden
  • schafft mehr Transparenz für Betroffene und Angehörige
  • unterstützt Menschen in belastenden Situationen, auch durch psychosoziale Beratung
  • ist Ansprechpartner rund um das Thema Ehrenamt.

Hier können Sie sich beraten lassen

Flensburg: Rathausplatz 1, 24937 Flensburg, Tel: 0461 – 85 2002
E-Mail: pflegestuetzpunkt@flensburg.de

Kiel: Stephan-Heinzel-Str. 2, 24116 Kiel, Tel: 0431 – 901 3696
E-Mail: pflegestuetzpunkt@kiel.de

Neumünster: Großflecken 71, 24534 Neumünster, Tel: 04321 - 942 - 27 45
E-Mail: pflegestuetzpunkt@neumuenster.de

Lübeck: Kronsforder Allee 2-6, 23560 Lübeck, Tel: 0451 – 122 4903/4931
E-Mail: pflegestuetzpunkt@luebeck.de

Kreis Dithmarschen: Esmarchstr. 50, 25746 Heide, Tel: 0481 – 785 1112
E-Mail: pflegestuetzpunkt-dithmarschen@dithmarschen.de

Kreis Herzogtum Lauenburg: Wasserkrüger Weg 7,23879Mölln, Tel.: 04542 826549
E-Mail: info@pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de
Internet: www.pflegestuetzpunkt-herzogtum-lauenburg.de

23909 Mölln, Tel: 04542 – 826549
E-Mail: pflegestuetzpunkt@kreis-rz.de

Kreis Nordfriesland: Damm 8, 25813 Husum, Telefon: 048 41 – 8970 – 0
E-Mail: pflegestuetzpunkt@nordfriesland.de

Kreis Pinneberg: Heinrich-Christiansen-Straße 45, 25421 Pinneberg, Tel: 04101 – 555 464
E-Mail: pflegestuetzpunkt@kreispinneberg.de

Kreis Plön: Heinrich-Rieper-Str. 6, 24306 Plön, Telefon: 045 22 - 74 33 11
E-Mail: pflegestuetzpunkt@kreis-ploen.de

Kreis Rendsburg-Eckernförde: Kaiserstr. 8, 24768 Rendsburg, Tel: 04331 – 202 1245/1246

Kreis Segeberg: Heidbergstr. 28, 22846 Norderstedt, Tel: 040 -528 83 830
E-Mail: info@pflegestuetzpunkt-se.de 

In den Kreisen Ostholstein, Schleswig-Flensburg, Steinburg und Stormarn ist derzeit noch kein Pflegestützpunkt eingerichtet. Sie können sich aber auch bei Ihrer Pflegekasse beraten lassen. Eine Beratung über Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen erhalten Sie auch bei den Aufsichtsbehörden der Kreise.

PflegeNotTelefon

Pflege verlangt den Menschen viel ab: zeitlichen Aufwand, Kraft und Nerven. Das kann für pflegende Angehörige oder Nachbarn zur körperlichen und seelischen Belastung werden, aber auch für ehrenamtliche Helfer und Sozialarbeiter, Ärzte und Betreuer. Das Pflegenottelefon ist eine neutrale Anlaufstelle für alle, die das Gefühl haben, dass ihnen ihre Sorgen über den Kopf wachsen.
Unter der Nummer 01802 - 494847 (6 Cent pro Anruf) können Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte Rat und Hilfe bekommen. Sozialpädagogen, Psychologen, Juristen und Pflegefachkräfte geben Tipps zu allen kritischen Pflegesituationen und vermitteln die Anrufer auf Wunsch an lokale Ansprechpartner weiter. 24 Stunden am Tag, auch an Sonn- und Feiertagen.

Das PflegeNotTelefon ist ein Gemeinschaftsprojekt von über 40 sozialen Verbänden und Organisationen aus Schleswig-Holstein und wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein finanziert.

Aufsichtsbehörden

Die Aufsichtsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte beraten Bewohnerinnen und Bewohner von Einrichtungen, deren Angehörige oder Betreuerinnen und Betreuer sowie Beschäftigte über ihre Rechte und Pflichten.. Sie informieren und beraten Interessierte auch über andere Wohn-, Pflege- und Betreuungsformen. Ein Verzeichnis der Aufsichtsbehörden finden Sie in der Box "Zum Herunterladen" auf der  Seite zur stationären Pflege.

Beratungspflichten und Casemanagement der Pflegekassen

Menschen, die Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen oder einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt haben, haben oft einen erheblichen Beratungs- und Unterstützungsbedarf, der im konkreten Einzelfall über allegemeine Auskünfte oder Beratung hinausgehen kann. Dieser Bedarf wird durch einen persönlichen Ansprechpartner aufgefangen, der Hilfe und Unterstützung bei Auswahl und Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten im Sinne eines Fallmanagements bietet.
Als Mitarbeiter der Pflegekassen haben Pflegeberaterinnen und Pflegeberater den konkreten Hilfebedarf im Einzelfall festzustellen, die sozialrechtlichen Ansprüche zu klären sowie über diese Ansprüche zu entscheiden, soweit ihre Entscheidungsbefugnisse reichen. Darüber hinaus haben sie eine koordinierende Aufgabe zwischen den beteiligten Stellen.
Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat ein eigenständiges Unternehmen zur Pflegeberatung gegründet. Privat Versicherten steht eine Pflegeberatung durch „Compass“ zur Verfügung (www.compass-pflegeberatung.de).

Internet-Verzeichnisse der Pflegekassen über Pflegedienste und -einrichtungen

Wo finde ich den passenden Pflegedienst oder das passende stationäre Angebot in meiner Nähe?
Wenn pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen die Unterstützung eines Pflegedienstes in Anspruch nehmen möchten, oder nach einer stationären Pflegeeinrichtung suchen, ist es sinnvoll, sich einen ersten Überblick über das vorhandene Angebot zu verschaffen. Hierbei helfen auch Datenbanken und Verzeichnisse der Pflegekassen im Internet bei der Suche:

Die Pflegenavigatoren der AOK ermöglichen eine regionale Suche nach ambulanten Pflegediensten (www.aok-pflegedienstnavigator.de) oder nach stationären Pflegeeinrichtungen ( www.aok-pflegeheimnavigator.de). Hier werden auch die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen (Pflegenoten) veröffentlicht.
Diesen Service bieten auch der Pflegelotse des Verbandes der Ersatzkassen e. V.
( www.pflegelotse.de) und der Pflegefinder des Verbandes der Betriebskrankenkassen ( www.bkk-pflegefinder.de).

Bundesweite Telefon-Beratung zur Pflege

Der Bundesverband der Verbraucherzentrale und die Betriebskrankenkassen bieten eine bundesweite Telefon-Hotline zur Pflege an. Verbraucher können sich zu zentralen Fragen rund um das Thema Pflege beraten lassen. Drei Telefonleitungen stehen zur Verfügung:

  • Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Telefon 01803 770 500-1
  • Beratung zu Heim- und Pflegedienstverträgen, Telefon 01803 770 500-2
  • und alternative Wohnformen, Telefon 01803 770 500-3.
  • Alzheimertelefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Telefon 01803-17 10 17
  • Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums zur Pflegeversicherung, Telefon 01805 - 99 66 - 03



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