Schadstoffbelastung der Bevölkerung in Schleswig-Holstein

Die Aufgaben im Bereich Schadstoffbelastung richten sich nach aktuellen Gefährdungspotenzialen. Untersuchungen werden teilweise im Abstand von einigen Jahren wiederholt, um Veränderungen aufzuzeigen und Bewertungen sind ebenfalls über einen Zeitraum von mehreren Jahren vorzunehmen.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren (MSGF) befasst sich vor allem mit Grundsatzaufgaben und übergreifenden Fachaufgaben. Politische und rechtliche Vorgaben durch die Europäische Union (EU) und den Bund müssen dabei berücksichtigt werden.
Zur Feststellung der Schadstoffbelastung der Bevölkerung werden vom Landesamt für soziale Dienste (LAsD) eigene Programme und Studien durchgeführt.

  • Muttermilch-Untersuchungsprogramm:
    Jede stillende Mutter aus Schleswig-Holstein kann kostenlos ihre Muttermilch auf den Gehalt an Schadstoffen untersuchen lassen. Im Rahmen dieses Programmes werden die Mütter zum einen über die Vorteile des Stillens informiert, zum anderen wird eine Bewertung der in ihrer Muttermilch gegebenenfalls enthaltenen Fremdstoffe vorgenommen. Die Milch wird im eigenen Labor untersucht. Weitere Informationen geben das Faltblatt "Stillen?...aber sicher!" und die Seite der Nationalen Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung sowie die übrigen Links.
  • Schadstoffe polychlorierte Biphenyle (PCB)

    - in öffentlichen Gebäuden
    Zur Ermittlung der PCB-Belastungen in öffentlichen Gebäuden in Schleswig-Holstein, die im Zeitraum von 1960 bis 1975 erbaut, umgebaut oder saniert wurden, wurde ein landesweites Untersuchungsprogramm als Grundlage für gegebenenfalls weitere Untersuchungen und Maßnahmen durchgeführt, da die Vermutung bestand, dass es möglicherweise noch nicht bekannte Fälle von PCB-Belastungen in öffentlichen Gebäuden geben könnte. Das Messprogramm wurde vom Landesamt für Gesundheit und Arbeitssicherheit, Dezernat Umweltbezogener Gesundheitsschutz, mit Unterstützung der Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte durchgeführt. Der Bericht steht zum Herunterladen zur Verfügung.

    - in der Nahrung bei jungen Frauen
    Diese Studie des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitssicherheit befasst sich mit der Gesamtaufnahme von polychlorierten Biphenylen (PCB) und weiteren Organochlorverbindungen durch die Nahrung bei jungen Frauen. Die Ergebnisse zeigen, dass hierbei die Schadstoffbelastung im Vergleich zu früheren Untersuchung deutlich zurückgegangen ist. Ein Grund dafür sind die positiven Auswirkungen der Produktions- und Verwendungsverbote für PCB und für die anderen untersuchten Verbindungen sowie eine Verbesserung technischer Prozesse.
    Zum Herunterladen stehen der Bericht und eine Kurzfassung zur Verfügung.

  • Informationen zu aktuellen Themen in diesem Bereich:
    - Spielplatz-Studie,
    - Hausgarten-Studie,
    - Hausstaub-Studie,
    - Baumschul-Studie.
    Die Berichte über die Studien können kostenlos im Landesamt für soziale Dienste angefordert werden.
  • Gesundheitliche Bewertung von Brandgasen und Brandgerüchen an kalten Brandstellen.
    Hinweis: meistens treten keine schädlichen Stoffe als Gase an kalten Brandstellen aus, obwohl es noch zu starken Geruchsentwicklungen kommt.
  • Tributylzinn(TBT)-Belastung in Strandsand
    Bericht des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitssicherheit über "Organische Zinnverbindungen in Strandsand. Ableitung von Richtwerten zur Gefährdungsabschätzung und gesundheitlichen Beurteilung von Bodenkontaminationen mit organischen Zinnverbindungen".

Schadstoffbelastung

Die Aufgaben im Bereich Schadstoffbelastung richten sich nach aktuellen Gefährdungspotenzialen.

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