Die Unteilbarkeitsklausel des Vertrags von Ripen: Prof. Dr. Reimer Hansen, Berlin, hielt detailreichen Vortrag
Im Rahmen der Ausstellung "Ripen und die Folgen – 1460-2010" im Prinzenpalais wurde am 21. Oktober 2010 die Vortragsreihe zum Thema fortgesetzt.
Prof. Dr. Reimer Hansen, emeritierter Professor für Neuere Geschichte am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin und gebürtiger Schleswig-Holsteiner, stellte dem zahlreich erschienenen Publikum den aktuellen Forschungsstand zu der viel zitierten Formulierung "dat se bliven ewich tosamende ungedelt" vor, die je nach politischer Interessenlage durch die Jahrhunderte unterschiedlich ausgedeutet und für die eigenen Zwecke genutzt wurde. Insbesondere in der deutsch-schleswig-holsteinischen Bewegung zu Beginn der 1840er-Jahre wurde die historische Unteilbarkeitsklausel oder -formel gar auf das Kampf- und Schlagwort "up ewig ungedeelt" reduziert. In einer weitgespannten Tour d’Horizon erläuterte Hansen sowohl die inhaltliche Bestimmung und Bedeutung der historischen Unteilbarkeitsklausel des Jahres 1460 als auch ihre zeitgeschichtlich-politische Aktualisierung und Instrumentalisierung im 19. und 20. Jahrhundert, um als Fazit die unterschiedliche Bedeutung aus dem Rückblick des 21. Jahrhunderts zu erörtern.
Die Ausstellung:
"Ripen und die Folgen – 1460-2010"
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Vortragsreihe zur Ausstellung:
"Ripen und die Folgen – 1460-2010"
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