Die Anomalie des Normalen
Am 29. April 2010 sprach Prof. Dr. Carsten Jahnke, Universität Kopenhagen, Saxo Institut, über den Vertrag von Ripen und die Formulierung "dat se bliven tosamende up ewich ungedelt".
Er wies nach, dass es sich beim Vertrag von Ripen um eine zeitlich begrenzte, nur für die Herrschaftsdauer Christians I. ausgestellte Wahlhandfeste handelt. Solche Handfesten waren im damaligen Dänemark, das keine erbliche Thronfolge, sondern ein Wahlkönigtum hatte, üblich. Das "up ewich ungedelt" bezieht sich nach Jahnkes Ansicht nicht auf die Territorien Schleswig und Holstein, sondern beschwört die Eintracht der Großen der Lande.
Der gut besuchte Vortrag war kurz, aber äußerst prägnant. Das hochinteressierte Publikum stellte anschließend so viele Fragen, dass schließlich die Diskussion länger dauerte als der Vortrag selbst, und die Veranstaltung den Charakter eines Kolloquiums bekam. Professor Jahnke konnte darin seine ungewöhnlichen Thesen verteidigen und untermauern, und wurde am Ende mit viel Applaus verabschiedet.
Die Ausstellung:
"Ripen und die Folgen – 1460-2010"
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Vortragsreihe zur Ausstellung:
"Ripen und die Folgen – 1460-2010"
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