Dr. Jan Drees, Schleswig: Von 1448 bis 1848
Historienmalerei am Beispiel der Geschichte des Oldenburger Hauses: Jürgen Ovens – Nicolai Abraham Abildgaard – Christoffer Wilhelm Eckersberg
Im Rahmen seiner Ausstellung "Ripen und die Folgen – 1460-2010" lädt das Landesarchiv Schleswig-Holstein zu dieser Vortragsveranstaltung für Donnerstag, 6. Mai 2010, 19.30 Uhr in das Prinzenpalais, Schleswig, ein.
Da die dinglichen und bildlichen Quellen im Zusammenhang mit der Urkunde von Ripen, abgesehen von der berühmten Privilegienlade der Schleswig-Holsteinischen Ritterschaft von 1504, bekanntlich spärlich ausfallen bzw. gegen Null tendieren, soll hier der Versuch unternommen werden, Grundzüge und Tendenzen der Historienmalerei am Beispiel der Geschichte des Oldenburger Hauses vorzustellen, denn darin spiegelt sich nicht zuletzt auch der Umgang mit den Auswirkungen der Ripener Urkunde. Am Beispiel der Arbeiten von Jürgen Ovens (Tönning 1623–1678 Friedrichstadt) für Schloss Gottorf (heute zum Teil auf Schloss Christiansborg) wie auch der Arbeiten von Nicolai Abraham Abildgaard (Kopenhagen 1743–1809 Frederiksdal) und Christoffer Wilhelm Eckersberg (Blaakrog 1783–1853 Kopenhagen) für Schloss Christiansborg lässt sich der Umgang mit bildlichen Vorstellungen in der Historienmalerei und ihren Traditionen sinnhaft aufzeigen. Der Zusammenfall des 400-jährigen Jubiläums des Oldenburger Hauses in Dänemark im Jahre 1848 und der Beginn der Schleswig-Holsteinischen Erhebung bilden dabei einen Kulminations- bzw. Endpunkt, an dem unter dem Vorzeichen nationaler Tendenzen der Mythos der Gemeinsamkeit verdrängt wird.
Jan Drees, Jahrgang 1946, studierte Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Nordische Philologie in Göttingen, Kiel und Stockholm. Nach seiner Promotion im Jahre 1984 ist er seit 1985 am Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum Schloss Gottorf tätig. Von ihm liegen zahlreiche Veröffentlichungen zur schleswig-holsteinischen, norddeutschen und nordeuropäischen Kunst- und Kulturgeschichte vor, mit besonderem Schwerpunkt auf der sogenannten Gottorfer Kultur.
Eintritt 2,- € (Mitglieder des Fördervereins haben freien Eintritt)
Das Programm der gesamten Vortragsreihe:
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Die Ausstellung:
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