Sarah Kirsch (*1935)
Ihre ersten Gedichte schrieb die im Südharz in der späteren DDR geborene Schriftstellerin in den 1960er Jahren. 1977 siedelte sie nach West-Deutschland über. Heute lebt die Georg-Büchner-Preisträgerin und Ehrenprofessorin Schleswig-Holsteins im Kreis Dithmarschen.
Sarah Kirsch
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Die Schriftstellerin Sarah Kirsch wurde am 16. April 1935 in Limlingerode im thüringischen Kreis Nordhausen geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Halberstadt. Von 1954 bis 1958 studierte sie Biologie in Halle (Saale) und schloss als Diplom-Biologin ab. 1958 lernte sie den Lyriker Rainer Kirsch kennen, mit dem sie von 1960 bis 1968 verheiratet war.
Freischaffende Schriftstellerin
Gemeinsam mit ihrem Mann studierte sie am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig. Ab 1965 lebten beide als freischaffende Schriftsteller in Halle (Saale). Sarah Kirsch wurde Mitglied des Schriftstellerverbandes der DDR. 1967 veröffentlichte sie ihren ersten eigenen Gedichtband unter dem Titel "Landaufenthalt".
Umzug nach West-Berlin
Nach ihrer Scheidung von Rainer Kirsch 1968 zog sie nach Ost-Berlin und arbeitete dort als Journalistin, Hörfunkmitarbeiterin und Übersetzerin. Da sie Erstunterzeichnerin der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns war, wurde sie 1976 aus der SED und dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Im Jahr darauf zog Sarah Kirsch mit ihrem Sohn nach West-Berlin.
Thema "Mensch und Natur"
Kirsch hat sich vor allem als Lyrikerin einen Namen gemacht. Das zentrale Motiv ihrer persönlich gehaltenen, assoziationsreichen Gedichte ist die Beziehung zwischen Mensch und Natur aus der weiblichen Perspektive.
Auszeichnungen
Seit 1983 wohnt Sarah Kirsch in Tielenhemme, Kreis Dithmarschen, Schleswig-Holstein. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis (1996). 2006 wurde ihr von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen der Ehrentitel Professorin verliehen.
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