Klimapakt Wohnen 2009 – 2020
Der Klimapakt hat eine Adresse
Wer wissen will, wie man Wohnungen klimafreundlich baut und modernisiert oder wie ganze Stadtquartiere gestaltet werden müssen, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen, hat jetzt eine neue Adresse: Auf www.klimapakt.schleswig-holstein.de stehen Informationen und Hinweise zu baulich-technischen Themen, zu baulichen Standards, Förderprogrammen und Förderkriterien sowie zu Projekten, Veranstaltungen, Strategien und Ansprechpartnern, die im Bereich Bauen, Wohnen, Stadt- und Siedlungsentwicklung von Bedeutung sind.
Erfahrungsberichte, Arbeitshilfen für die Kommunen und die Dokumentation guter Beispiele bieten Anregungen für die Vertiefung des Dialogs und der Kooperation zwischen den Akteuren der Wohnungswirtschaft und den Haus- und Grundeigentümern auf der einen und den Kommunen auf der anderen Seite.
Innenminister Klaus Schlie (vorn) schaltet die Seiten des Klimapakts im Internet frei.
Innenminister Klaus Schlie schaltete am Montag (22. Februar) in Kiel das Themenportal zum Klimapakt im Internet frei. Der Klimapakt beruht auf den Prinzipien der Gemeinsamkeit, verstärkten Förderung, konkreten und nachweisbaren Zielen.
Vor einem Jahr schlossen das Innenministerium und die schleswig-holsteinische Wohnungswirtschaft eine Vereinbarung, den so genannten Klimapakt. Darin haben sich alle Partner auf das Ziel verständigt, den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids von Wohnungen für Heizung und Warmwasser bis 2020 um 40 Prozent auf der Grundlage des Ausgangswertes von 1990 zu senken. Für Schleswig-Holstein heißt das: Die aktuellen Emissionen müssen noch um rund 29 Prozent sinken
Seit Gründung des Klimapakts im Januar 2009 ist bereits einiges geschehen. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein und die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen haben ihre Informationen und Beratungen gezielt auf die Ziele des Klimapaktes ausgerichtet. Wettbewerbe wie der Innovationspreis des Bauministers 2009 brachten konkrete Vorbilder für energieeffizientes Bauen und die Einsparung von Kohlendioxid hervor. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Modellprojekten und Pilotvorhaben für baulich-technische Innovationen. Die besten Beispiele aus der Praxis werden derzeit dokumentiert und ausgewertet. Für die Kommunen gibt es verschiedene Arbeitshilfen für die Erarbeitung klimagerechter Stadtentwicklungskonzepte. Das neue Gesetz über die Wohnraumförderung in Schleswig-Holstein und die Wohnraumförderungsprogramme des Landes unterstützen ebenfalls die Ziele des Klimapaktes. Mit Informationskampagnen und Fachveranstaltungen soll ein breites Bewusstsein für die Ziele des Klimapaktes geschaffen werden. Ein Beispiel dafür ist die Bauratkampagne von Haus und Grund in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen.
Gruppenaufnahme der Verantwortlichen v.l.n.r.: Manfred Kaack , Jochem Schlotmann, Holger Zychski, Sönke Struck, Innenminister Klaus Schlie, Raimund Dankowski
Gruppenaufnahme der Verantwortlichen v.l.n.r.: Manfred Kaack , Jochem Schlotmann, Holger Zychski, Sönke Struck, Innenminister Klaus Schlie, Raimund Dankowski
Die Partner des Klimapaktes Wohnen sind das Innenministerium, die Arbeitsgemeinschaft schleswig-holsteinischer Wohnungsunternehmen im Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), der Landesverband Nord des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Haus & Grund Schleswig-Holstein, der Verband der Immobilienverwalter Schleswig-Holstein und der Verband Wohneigentum/Siedlerbund Schleswig-Holstein.
Zu den Seiten des Klimapakts www.klimapakt.schleswig-holstein.de