Klimapakt Schleswig-Holstein geht in sein drittes Jahr - Klaus Schlie: „Klimaschutz ist kein Luxus, sondern muss für alle machbar sein“
- Erscheinungsdatum:
- 21.02.2011
Innenminister Klaus Schlie hat die Wohnungswirtschaft und Hauseigentümer zu weiteren Investitionen in den Klimaschutz aufgerufen. „Klimaschutz ist kein Luxus, sondern muss für alle machbar sein
“, sagte Schlie zum Auftakt des 3. schleswig-holsteinischen Klimapaktjahres. Moderne Energiestandards dürften nicht ein Privileg von Wohnungsmärkten mit hohen Mieten und solventen Eigentümern sein. Breite Schichten der Bevölkerung müssten in der Lage sein, Klimaschutz praktisch umzusetzen. Klimaschutzinvestitionen müssten an unterschiedlichen Standorten und Wohnungsmärkten zu wirtschaftlichen Bedingungen verwirklicht werden können. „Wir müssen genau analysieren, wo staatliche Normen helfen können, Klimaschutzziele zu erreichen und wo sie eher hinderlich sind oder gar die Entwicklung hemmen
“, sagte Schlie.
Der Minister äußerte sich zufrieden über die bisherigen Ergebnisse nach zwei Jahren Klimapakt. Der Ausstoß an Kohlendioxid konnte in dieser Zeit um 10.000 Tonnen verringert werden, weil beim Neubau und der Modernisierung von Wohnungen besonderer Wert auf energieeffiziente Investitionen gelegt wurde. Das Land hat den Wohnungsbau in den vergangenen zwei Jahren mit 370 Millionen Euro an Darlehen gefördert, die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro ausgelöst haben. „Der Klimaschutzeffekt dieser Investitionen ist beeindruckend
“, sagte Schlie. 40 Millionen Kilowattstunden Heizenergie würden dadurch jährlich eingespart. Das bedeute drei Millionen Euro weniger Nebenkosten im Jahr. „Das Engagement für den Klimaschutz zahlt sich aus: Für die Umwelt und für die Mieter
“, sagte Schlie.
Der schon obligatorische Wettbewerb im Rahmen des Klimapakts steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Viele Wege führen zum Klimaschutz“. Teilnehmen können die Mitglieder der Klimapaktpartner. Gesucht werden umfangreiche wie auch kleine effiziente und effektive Maßnahmen, die im Wohnungsbestand zur Energieeinsparung oder zu einer effizienten Energienutzung geführt haben. Dies können innovative Neubauten, ganze Quartiersmodernisierungen sein, oder auch pfiffige technische Maßnahmen. Aber auch gute Konzepte, die Eigentümer, Mieter und Hausmeister zu kreativen Ideen für mehr Klimaschutz anspornen, können eingereicht werden.
Im Januar 2009 schlossen sich das Innenministerium, die Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Wohnungsunternehmen, der Landesverband Nord der Freien Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Haus & Grund, der Verband der Immobilienverwalter und der Siedlerbund zu einem „Klimapakt Schleswig-Holstein“ zusammen. Bis 2020 soll der Ausstoß des Kohlendioxid von Wohnungen für Heizung und Warmwasser um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Ende des Jahres sollen in einer ersten Zwischenbilanz konkrete Zahlen über Energieeinsparungen vorliegen.
Der Klimapakt im Internet: www.klimapakt.schleswig-holstein.de
Verantwortlich für diesen Pressetext:
Thomas Giebeler
Innenministerium
Düsternbrooker Weg 92
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