Sturmflut – wat geiht mi dat an?
Die Bevölkerung der schleswig-holsteinischen Küstenniederungen wurde Mitte April 2008 mittels einer Postwurfsendung umfassend über Sturmflutgefahren und Gegenmaßnahmen informiert. Dies ist eine gemeinsame Initiative des für den Küstenschutz zuständigen Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und des für den Katastrophenschutz zuständigen Innenministeriums im Rahmen des durch die EU geförderten INTERREG-Projektes SAFECOAST ("sichere Küsten").
Aus dem Inhalt:
Die Broschüre weist auf die Gefahren durch Sturmfluten hin, erläutert die staatlichen Vorsorgemaßnahmen und gibt den Einwohnerinnen und Einwohnern Hinweise zum richtigen Verhalten bei Sturmfluten. Für die Nordsee- und die Ostseeküste gibt es jeweils eine eigene Version der Broschüre.
Auf einer Karte kann jeder für sich erkennen, ob er potenziell durch Sturmfluten gefährdet ist; insgesamt sind dies etwa 345.000 Menschen in Schleswig-Holstein. Sie werden durch 527 Kilometer Deiche vor Sturmfluten geschützt. Wichtiges Thema ist der Klimawandel; womit muss gerechnet werden und wie sehen die Vorbereitungen aus?
Neben dem Küstenschutz ist der Katastrophenschutz zweiter Schwerpunkt der Broschüre mit Themen wie: "Wie werde ich gewarnt?", "Was ist zu tun, falls eine Überflutung droht?" und "Wer hilft in dringenden Notfällen?". Auf einer Notfallbeilage sind kreisspezifisch wichtige Hinweise enthalten. In der Broschüre sind wissenswerte Fakten gesammelt. So engagieren sich über 60.000 Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein ehrenamtlich für den Katastrophenschutz, zum Beispiel bei den freiwilligen Feuerwehren, beim Technischen Hilfswerk (THW), bei den Hilfeleistungsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter-Samariter-Bund und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). Mit dem in den Landesschutzdeichen enthaltenen Bodenmaterial könnte die gesamte Landesfläche von Schleswig-Holstein um 10 Zentimeter aufgeschüttet werden; das entspricht etwa 15 Millionen Lkw-Ladungen.
Die einzelnen Informationen finden Sie hier zum Download.
Die gemeinsame Pressemitteilung von Umwelt- und Innenministerium zum Download.