Versorgung gestalten – Jahrbuch 2011/2012
„Versorgung gestalten“ ist das Titelthema der fünften Ausgabe der Jahrbuch-Reihe Gesundheitsland Schleswig-Holstein. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg stellte das neue Jahrbuch jetzt vor.
November 2011 – „Es gibt keine einfache Lösung zur dauerhaften Sicherstellung der Gesundheitsversorgung, sondern eine Vielzahl von Stellschrauben, die justiert werden müssen“, sagte Gesundheitsminister
Dr. Heiner Garg, als er das Jahrbuch Gesundheitsland 2011/2012 vorstellte. In Schleswig-Holstein gibt es aber bereits jetzt eine Vielzahl von Projekten und Initiativen, die sich mit innovativen Ansätzen den Herausforderungen im Gesundheitssystem stellen. „Das Jahrbuch dokumentiert, was in Schleswig-Holstein von den Gesundheitsakteuren geleistet wird. Darüber hinaus zeigt es, dass Gesundheit nicht nur Kostenfaktor ist, sondern auch ein zentraler Wirtschaftsfaktor“.
Versorgung gestalten hat das Gesundheitsministerium sich zum Thema und zur Aufgabe gemacht – und nutzt dafür verschiedene Möglichkeiten: Dazu gehört auch der Kongress „Vernetzte Gesundheit“, der am 18. und 19. Januar 2012 in Kiel stattfindet. Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitsbereich beschäftigen sich mit Themen wie Fachkräftemangel, Reha für die Zukunft, Intersektorale Zusammenarbeit, Fort- und Weiterbildung, Versorgung in der Fläche.
zum Kongress „Vernetzte Gesundheit“
Die Themen
Über 40 Autorinnen und Autoren aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesundheitswirtschaft beschreiben Wege, Innovationen, Ideen und Projekte für eine zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung.
Das Thema Gesundheit ist mehr als nur Kostenfaktor und mehr als die bloße Versorgung von Patientinnen und Patienten. Im Jahrbuch in allen Facetten nachzulesen: Gesundheit ist Wirtschaftsfaktor, Forschungsgegenstand, Arbeitsmarkt, Integrationsmacht und Techniktreiber.
Versorgung
Zentrale Akteure aus schleswig-holsteinischen Institutionen, Organisationen und Unternehmen beleuchten das Thema Versorgung aus ihren unterschiedlichen Blickwinkeln und formulieren dazu ihre Ideen, Ansätze und Maßnahmen. Sie nutzen unter anderem die größeren Handlungsspielräume, die die Gesetzgebung mittlerweile gibt – beispielsweise für Kooperationen, Effizienz in der Leistungserbringung, den Einsatz von Telemedizin, Qualität und Qualifizierung.
Ein Baustein, um dem drohenden Mangel an Allgemeinmedizinern zu begegnen, ist die Imagekampagne Hausärztinnen und Hausärzte für Schleswig-Holstein, die die Ärztekammer Schleswig-Holstein zusammen mit dem Gesundheitsministerium entwickelt hat. Im Mittelpunkt der Kampagne steht die Website www.hausarzt-sh.de, die die Vielseitigkeit der hausärztlichen Tätigkeiten vermitteln möchte. Außerdem gibt es Tipps und Anregungen für den Weg zu einer Niederlassung.
zum Hausarztportal
Kinder
Schwerstkranke Kinder und Jugendliche zu Hause versorgen ist die Aufgabe des Brückenteams der DRK-Heinrich-Schwesternschaft. Sonja Kuchel, die Leiterin des Teams beschreibt, wie umfassend sich die Mitarbeiterinnen um die Kinder und ihr familiäres Umfeld kümmern. Die palliativmedizinischen und -pflegerischen Maßnahmen sind eine Zusatzleistung der Krankenkassen und werden von einem Haus- oder Klinikarzt verordnet, ohne deren Praxisbudget zu belasten.
Migrantinnen und Migranten
Wie Sprach- und Verständigungsproblemen, sowie einem anderen Informationsbedarf in der Gesundheitsversorgung von Migrantinnen und Migranten Rechnung getragen werden kann , beschreibt Birgit Lawrenz, Leiterin des Referats für Migration in Kiel. Sie sieht in der Überwindung dieser Probleme eine große kommunale Herausforderung. Die Stadt Kiel fördert deshalb spezielle Betreuungs- und Pflegeangebote. Zwei Projektbeispiele veranschaulichen, wie niedrigschwellige Hilfe vor Ort geleistet wird. Zu diesem Themenkreis gehört auch das Medibüro Kiel, das medizinische Hilfe für Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus organisiert.
Forschung
Hervorragende Forschungsaktivitäten in Schleswig-Holstein werden in mehreren Artikeln dargestellt:
Prof. Klaus F. Rabe und
Dr. Henrik Watz erforschen im Deutschen Zentrum für Lungenforschung die Volkskrankheit und entwickeln neue Therapieansätze. Ebenso wie
Prof. Günther Deuschl im Parkinson-Forschungs- und Behandlungszentrum Kiel. In einem Pilotprojekt verbessert Jana Langbrandtner die Behandlung und Information von Patienten mit chronischen Darmerkrankungen. Wie Ergebnisse der Versorgungsforschung in Strategieempfehlungen münden, schildern
Prof. Heiner Raspe, Seniorprofessur für Bevölkerungsmedizin, und
Prof. Alexander Katalinic, Direktor des Instituts für Klinische Epidemiologie der Universität Lübeck.
Wirtschaft
Gesundheit ist auch Wirtschaftswachstumsbranche in Schleswig-Holstein. Das gilt für den weltweit agierenden Familienbetrieb Dräger ebenso wie für kleine Unternehmen und auch Kliniken. Jedes Unternehmen für sich entwickelt Produkte und Prozesse, neue Formen der Zusammenarbeit und entsprechende Unternehmensstrategien für seinen Bereich, für seine Nische.
Inhalte
Das gesamte Inhaltsverzeichnis des Jahrbuchs 2011/2012 finden Sie hier.
zum Inhaltsverzeichnis
Die Jahrbuch-Reihe
In den Projektbeispielen der Jahrbuch-Reihe werden positive Beispiele aus dem weiten Themenfeld der Gesundheitswirtschaft in Schleswig-Holstein vorgestellt. Zentrale Akteure aus schleswig-holsteinischen Organisationen, Institutionen und Unternehmen stellen Projekte vor, die als Vorbild für andere Akteure dienen können. Das Gesundheitsjahrbuch dient als Multiplikator guter Konzepte und Ideen.
Zielgruppe für das Jahrbuch sind sowohl Akteure aus dem Gesundheitsbereich als auch interessierte Bürgerinnen und Bürger. Verteilt wird das Jahrbuch an Organisationen und Institutionen aus dem Gesundheitsbereich in Schleswig-Holstein und Deutschland sowie auf Kongressen und Fachveranstaltungen.
Es ist darüber hinaus für jedermann kostenlos bei der Gesundheitsinitiative Schleswig-Holstein zu bestellen. Bitte schicken Sie eine E-Mail an thomas.reincke@sozmi.landsh.de.
Bisher erschienen
Jahrbuch 2010/2011: "Berufung Gesundheit"
Jahrbuch 2009/2010: „Vernetzte Gesundheit“
Jahrbuch 2008/2009: „Gesundheitsversorgung der Zukunft“
Jahrbuch 2007/2008: „Mehr Gesundheit“
Die Jahrbücher der letzten Jahre können Sie hier herunterladen.
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Gesundheitsversorgung
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