Die Inhalte

Jahrbuch Gesundheitsland 2010/2011: Interessante Artikel zum Thema "Berufung Gesundheit" (Quelle: dsn) Jahrbuch Gesundheitsland 2010/2011: Interessante Artikel zum Thema "Berufung Gesundheit"

Rund 40 Autoren – darunter Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheitsversorgung, -wirtschaft und -wissenschaft –  befassen sich im diesjährigen Schwerpunkt „Berufung Gesundheit“ mit den Veränderungen im Gesundheitssektor. Einige Artikel stellen wir Ihnen hier beispielhaft und zusammengefasst vor.

Konkretes Konzept

Dr. Martin Willkomm, Arzt für Geriatrie am Krankenhaus Rotes Kreuz Lübeck, stellt im Jahrbuch 2010/2011 die Ambulante Geriatrische Rehabilitative Versorgung vor. Das Konzept ist bundesweit einmalig und hilft älteren, an verschiedenen Erkrankungen leidenden Menschen dabei, ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Die Maßnahmen sind direkt auf die geriatrischen Patienten zugeschnitten, um einen möglichen stationären Klinikaufenthalt zu verhindern. Die Hausärzte entscheiden, für welche Patienten das Konzept sinnvoll ist. Der Erfolg ist sichtbar – die Patienten fühlen sich nicht nur wohler, sie sind auch messbar mobiler. 

Ziel des Entlassungsmanagement ist es, den Drehtüreffekt zu vermeiden (Quelle: James Steidl - Fotolia)

Kein Zurück

Um den Drehtüreffekt zu vermeiden, beginnt die Entlassung bereits mit der Einlieferung, erklärt Ulrike Petersen von der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein. Denn schon zu diesem Zeitpunkt werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Patienten nach seiner Entlassung nicht mit der weiteren Organisation des Genesungsprozesses zu überfordern. Nicht allen Patienten stehen nach der Entlassung helfende Angehörige zur Seite, die den reibungslosen Übergang aus dem Krankenhaus in die ambulante Versorgung, die Rehabilitation oder die Pflegeeinrichtung organisieren. Deshalb plant ein interdisziplinäres Team aus Pflegefachkräften, Physiotherapeuten und Ärzten frühzeitig die Entlassung.

Neue Wege

Als Case Managerin der Gemeinde Altenholz weiß Iris-Uta Räter-Arendt wie viel Beratung Pflegebedürftige und ihre Angehörigen benötigen. In wohnortnahen Anlaufstellen wie den Pflegestützpunkten bieten Case Manager/-innen eine neutrale, kostenlose Beratung und koordinieren verschiedene Angebote. Denn die Vielzahl von Angeboten für Pflegebedürftige ist für ungeübte Augen kaum zu durchschauen. Die Case Manager/-innen finden die passenden Angebote für ihre Klienten, organisieren und steuern diese. So unterstützen sie ihre Klienten dabei, länger selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung zu leben.

Teilzeitauszubildende Annette Petersen (re.) wird von der Gesundheits- und Krankenpflegerin Marion Kofler praktisch angeleitet (Quelle: DIAKO)

Zusätzliches Potenzial

In der Diakonissenanstalt zu Flensburg kann Familie mit Ausbildung verknüpft werden: Die stellvertretende Pflegedirektorin Ulrike Hinrichsen und die Schulleiterin am Ökumenischen Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen gGmbH Frauken Laß stellen die Teilzeitausbildung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/-in vor. Das Ausbildungsmodell richtet sich vor allem an Frauen, die sich aus der Familienphase heraus beruflich neu orientieren, aber die Familie nicht vernachlässigen möchten. Mit Blick auf den steigenden Pflegebedarf und die rückläufige Zahl geeigneter Bewerber/-innen haben die Auszubildenden einen entscheidenden Vorteil: Sie wissen, was sie wollen, und sind örtlich gebunden. So wird ein zusätzliches Potenzial an Fachkräften erschlossen.




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