Neue Medizintechnik gegen Krebs
Mit der neuen Stammzelltherapieeinheit ist das komplette Krebstherapiespektrum nun auch im Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg möglich. Dies ist ein wichtiger Baustein für das Netzwerk, das vier große Kliniken mit onkologischen Zentren in Flensburg, Heide, Kiel und Lübeck gebildet haben, um die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten in Schleswig-Holstein zu verbessern.
Redner zur Eröffnung der Stammzelltherapieeinheit (von links): Dr. Christian Utler (Klinischer Direktor), Rudolf Bonse (Vorsitzender Kuratorium), Simon Faber (Flensburger Oberbürgermeister), Prof. Nadezda Basara (Chefärztin), Klaus Deitmaring (Geschäftsführer), Ehepaar Morsch
Januar 2012 – Am 20. Januar 2012 ist die Einheit für Stammzellentransplantation im Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital in Flensburg eröffnet worden. „Mit der Eröffnung der Stammzelltherapieeinheit in Flensburg wird die vollständige Therapie von Krebserkrankungen im Norden Schleswig-Holsteins ermöglicht
“ erklärt Dr. Christian Utler, Klinischer Direktor des St. Franziskus-Hospitals.
Die finanzielle Unterstützung des Sozialministeriums und der Krankenkassen hat die Voraussetzung dafür geschaffen, dass das St. Franziskus-Hospital seinen multidisziplinären onkologischen Schwerpunkt der Maximalversorgung ausbauen kann.
Stammzellentherapie
Grundsätzlich gibt es zwei Formen der Übertragung von Blutstammzellen: Bei der sogenannten autologen Stammzelltransplantation werden den Patientinnen und Patienten vor einer eventuellen Chemotherapie oder Bestrahlung gesunde Stammzellen entnommen und ihnen nach der Behandlung wieder zugeführt. Eine allogene Stammzelltransplantation, der Austausch eigener Stammzellen gegen die eines Fremdspenders, wird vor allem bei verschiedenen Formen von Leukämieerkrankungen eingesetzt.
Ab Januar 2012 können am Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital beide Formen der Stammzelltransplantation vorgenommen werden.
Onkologische Zentren im Netzwerk
Mit den Standorten in Flensburg, Heide, Kiel und Lübeck gibt es vier onkologische Zentren für die Versorgung von Krebspatienten in Schleswig-Holstein. Zum Jahreswechsel 2011/2012 ist ein neues Konzept wirksam geworden, dass die Aufgaben innerhalb dieses Netzwerkes neu organisiert und die Mittelvergabe entsprechend strukturiert, so dass die Vernetzung noch effektiver wird.
Die onkologischen Zentren erfüllen die Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) an eine kontinuierliche, umfassende ambulante und stationäre Versorgung von Krebspatienten in der jeweils gültigen Fassung oder haben mindestens zwei Tumorzentren (Brusttumorzentrum, Darmtumorzentrum, Prostatatumorzentrum, Lungentumorzentrum, Hauttumorzentrum, Lymphomzentrum, Hirntumorzentrum) nach den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft.
Quelle: St. Franziskus-Hospital in Flensburg
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