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Prozessregister Schleswig-Holstein:
Prozesse kooperativ gestalten, verbessern und nutzen!

Strategie

Die Behörden werden sich zukünftig sowohl organisatorisch als auch technisch stärker vernetzen, um die Anforderungen insbesondere der EG-Dienstleistungsrichtlinie, des Bürokratieabbaus, der Haushaltskonsolidierung als auch des Einsatzes von Technologien mit einer neuen Leistungsfähigkeit und Verantwortung umsetzen zu können.

Die Netzwerkverwaltung ist prozess- und wissensorientiert organisiert und richtet sich dabei zielgerichtet an ihren Kunden aus. Um diesen Veränderungsprozess in der öffentlichen Verwaltung zu unterstützen und auch zu beschleunigen, betreibt das Finanzministerium Schleswig-Holstein ein Prozessregister als Informations- und Wissensplattform.

Das kooperative Prozessmanagement und die Ausgestaltung des Prozessregisters wurden von einer breit angelegten Diskussion zwischen den beteiligten Institutionen begleitet. Am 13. und 14. März 2008 fand in Kiel im Rahmen der E-Government-Kompetenzinitiative Schleswig-Holstein unter Vorsitz von Herrn Staatssekretär Klaus Schlie im Landeshaus ein Methoden-Forum statt, auf dem 34 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung intensiv über die weitere Vorgehensweise zur Einführung eines effizienten, ebenenübergreifenden Prozessmanagements diskutierten.

Zur wissenschaftlichen Vorbereitung wurde hierzu dem Institut ERCIS (European Research Center for Information Systems der Universität Münster) ein Forschungsauftrag erteilt, um einen methodischen Ansatz für eine Bestandsaufnahme der EG-DLR-Prozesse (EG-Dienstleistungsrichtlinie) unter Einsatz eines standardisierten Prozessregisters zu erarbeiten.

Umsetzung der EG-Dienstleistungsrichtlinie

Durch die EG-DLR verpflichten sich die EU-Mitgliedsstaaten, ab Ende 2009 die Verwaltungsverfahren für die Aufnahme und Ausübung von Dienstleistungen zu vereinfachen und alle nötigen Informationen online anzubieten.

Mit der Umsetzung der kooperativen Prozessmanagement-Strategie und des integralen Bausteins „Prozessregister Schleswig-Holstein“ werden diese Anforderungen umgesetzt, indem die Wertschöpfungsnetze erstmalig mit allen Abläufen und beteiligten Akteuren umfassend dargestellt werden.

Auch im Rahmen von Deutschland-Online hat Schleswig-Holstein in gemeinsamer Federführung mit Baden-Württemberg bei der IT-Umsetzung der EG-DLR das Prozessregister als wesentliches Thema eingebracht und wird dieses in 2009 fortsetzen.

Inhalte und Nutzen

Im Prozessregister Schleswig-Holstein werden allen Beteiligten in den Wertschöpfungsnetzen die Verwaltungsprozesse umfassend und übergreifend zur Verfügung gestellt.

So können

  • Doppelerfassungen von Prozessen vermieden,
  • die Wirtschaftlichkeit verbessert,
  • die Prozessstandardisierung beschleunigt und
  • der Wissenstransfer im Sinne eines Best-Practice ermöglicht werden.

Methode

Beispielhafte allgemeingültige Referenzprozessbeschreibung eines EinzelprozessesBeispielhafte allgemeingültige Referenzprozessbeschreibung eines Einzelprozesses

Als Darstellungsform wird eine Methode gewählt, die den Nutzern intuitiv zugänglich ist und Hemmschwellen vermeidet: Mit der ausgewählten PICTURE-Methode werden aussagekräftig und selbsterklärend Verwaltungsabläufe transparent dargestellt und können dann nach unterschiedlichen Interessenslagen ausgewertet werden.

Zielgruppen

Das Prozessregister Schleswig-Holstein dient zunächst allen öffentlichen Verwaltungen in Schleswig-Holstein, um sich über Referenzprozesse (beginnend mit der Umsetzung der EG-DLR) zu informieren. Darüber hinaus können weitere interessierte Institutionen (beispielsweise Kammern und Unternehmen) dieses Angebot in ihrem Sinne nutzen.

Fazit

Vom Einsatz des Prozessregisters Schleswig-Holstein wird eine deutliche Effizienzsteigerung in der öffentlichen Verwaltung erwartet, die gleichzeitig den Forderungen der EG-DLR gerecht wird und Standardisierungen sowie Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung ermöglicht.

Kontakt

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