Landesportal Schleswig-Holstein

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Welterbe (UNESCO)

© M. Staudt / grafikfoto.de

Natur- und Kulturstätten, die von außergewöhnlicher Bedeutung für die gesamte Menschheit sind, verleiht die UNESCO seit 1972 den Welterbe-Titel.

Mit der Ernennung zur Welterbestätte ist der Auftrag zur langfristigen Erhaltung und Pflege der Stätte verbunden sowie ein besonderer Bildungsauftrag. 2015 befinden sich in Deutschland 40 Welterbestätten, davon drei in Schleswig-Holstein. Weitere sollen folgen.

Weltkulturerbe

Lübecker Altstadt

Mit dem mittelalterlichen Stadtkern der Hansestadt Lübeck wurde 1987 erstmals in Nordeuropa eine ganze Altstadt als Weltkulturerbe anerkannt. Ausschlaggebend waren die markante Stadtsilhouette und die geschlossen erhaltene vorindustrielle Bausubstanz sowie der für die archäologische Erforschung des mittelalterlichen Städtewesens außerordentlich ergiebige Untergrund.

Weltnaturerbe

Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Blick über das Watt bei Ebbe, in der Ferne der Westerhever Leuchtturm Wattenmeer Westerhever (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © W. Diederich / grafikfoto.de

Neben der Hochregion der Alpen ist das Wattenmeer an der Nordseeküste das letzte flächendeckende Wildnisgebiet Europas. Als Rastgebiet für Zugvögel hat es globale Bedeutung. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die Welterbeliste 2009 waren außerdem die außergewöhnlich große Artenvielfalt und die ökologische und geomorphologische Bedeutung des Wattenmeers.

Der östliche Teil des deutschen Weltnaturerbes fällt in den Bereich des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Von der Elbmündung bis zur dänischen Grenze erstreckt sich das Gebiet auf einer Gesamtfläche von 4.367 km².

Immaterielles Kulturerbe

Immaterielles Kulturerbe ist Ausdruck von Kreativität und Erfindergeist, es vermittelt Identität und Kontinuität, wird von Generation zu Generation weitergegeben und fortwährend neu gestaltet. Zu den Ausdrucksformen gehören etwa Tanz, Theater, Musik und mündliche Überlieferungen wie auch Bräuche, Feste und Handwerkskünste.

Biikebrennen

2014 wurde die friesische Tradition des Biikebrennens in das nationale Verzeichnis Immaterielles Kulturerbe aufgenommen. Jedes Jahr am 21. Februar lodern an der nordfriesischen Küste die Biikefeuer. Der heidnische Brauch aus dem 17. Jahrhundert läutet heute den Frühling ein.

Weitere Informationen

In dem länderübergreifenden Projekt "Viking Ages Sites in Northern Europe" streben Island, Dänemark, Norwegen, Lettland und Deutschland die gemeinsame Anerkennung ihrer Wikingerstätten als Unesco-Weltkulturerbe an.

Die Landesregierung stellt Fördermittel für den Erhalt schriftlichen Kulturguts zur Verfügung. Anträge können bis zum 28. Februar eines jeden Jahres beim Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gestellt werden.

Die Wikingerstätten Haithabu und Danewerk sollen sich erneut als "Unesco-Weltkulturerbe" bewerben.

Die Welterbekonvention der Unesco ist das wichtigste Instrument der Völkergemeinschaft zum Schutz des weltweiten Kultur- und Naturerbes.

Seit 30 Jahren profitieren Natur und Mensch vom größten Nationalpark zwischen Nordkap und Sizilien.