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Tierschutz

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die Nutztierhaltung steht mehr als alle anderen Tierschutzthemen im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dies ist der Komplexität und Bedeutung des Themas angemessen. Die Landesregierung ist nicht zuletzt deshalb in einen breiten gesellschaftlichen Dialog zu diesem Thema eingetreten und hat 2013 den Runden Tisch "Tierschutz in der Nutztierhaltung" ins Leben gerufen.

Es geht darum, in Zukunft nicht mehr die Rinder, die Schweine und das Geflügel den bestehenden Haltungssystemen anzupassen, sondern dafür zu sorgen, dass die Haltungssysteme wieder den Tieren angepasst werden. Die Gemeinsame Vereinbarung zum Verzicht auf das "routinemäßige" Schwanzkupieren beim Schwein und der Landeskodex Schleswig-Holstein zum Verzicht auf das Schlachten hochtragender Rinder sind nur zwei Beispiele für diesen Ansatz.

Portraitfoto Dr. Robert Habeck

Wir müssen dringend mehr Tierschutz und Tierwohl in den Ställen ermöglichen, das ist eine ethische Pflicht.

Dr. Robert Habeck

2014 wurde Prof. Dr. Edgar Schallenberger zum Vertrauensmann "Tierschutz in der Landwirtschaft" berufen, um neben den Veterinärämtern der Kreise und den Behörden des Landes eine Vertrauensperson zu installieren und so den Tierschutz zu stärken. Der Landtag hat im Januar 2015 das Gesetz zum Tierschutz-Verbandsklagerecht verabschiedet. Anerkannte Vereine können seither gegen bestimmte Tierschutz relevante Genehmigungen, Erlaubnisse und Anordnungen Rechtsbehelfe einlegen, ohne die Verletzung eigener Rechte geltend machen zu müssen. 2016 trat der Tierschutzbeirat in neuer Besetzung zusammen und wird insbesondere die Nicht-Nutztierthemen, wie beispielsweise Hunde, Katzen, Tierheime, Zirkustiere, Wildtiere oder Versuchstiere in den Fokus nehmen.

Auch in diesem Bereich war Schleswig-Holstein initiativ, z.B. mit der im Jahr 2015 gestarteten Bundesratsinitiative zum Verbot der Haltung von Pelztieren, die die Zustimmung der Mehrheit der Länder erhalten hat und die Bundesregierung veranlasst hat, eine Aufnahme in das Tiererzeugnisse-Handels-Verbotsgesetz zu prüfen. Oder etwa das Vorgehen des Landes, um dem Elend freilebender Katzen zu begegnen – etwa mit dem Pilotprojekt gegen Katzenelend in den Jahren 2014/15 oder dem Vorgehen zur Kastration freilebender Katzen 2016.

Der Tierschutzbericht Schleswig-Holstein 2016 gibt einen Überblick über die verschiedenen Tierschutzthemen in Schleswig-Holstein.